FBI-Warnung Terroristen testen Einsatz von Laser-Kanonen

Die US-Regierung befürchtet, dass Terroristen Laserkanonen für neue Attentate benutzen könnten. Damit könnten sie Piloten beim Landeanflug blenden, warnten jetzt FBI und Heimatschutzministerium.

Washington - Die Warnungen wurden Ende November an Polizeibehörden, wichtige Regierungsstellen und Industriebereiche gesandt. Der Inhalt des Dossiers wurde der Nachrichtenagentur AP gestern zugänglich. Darin heißt es, es lägen Hinweise vor, wonach Terroristen die Nutzung der Lasertechnik als Waffe prüften. Die Geheimdienste hätten aber keine konkreten Informationen, dass die Qaida oder andere Terrorgruppen solche Waffen in den Vereinigten Staaten einsetzen könnten.

Zur möglichen Gefährdung des Luftverkehrs durch den Einsatz von Laserstrahlen heißt es, wenn Laserwaffen das Augenlicht sowohl des Piloten als auch des Kopiloten während eines von Hand gesteuerten Landeanflugs beeinträchtigten, bestehe die Gefahr eines Absturzes.

Im September hatte ein Pilot der Fluggesellschaft Delta Air Lines von einer Augenverletzung durch einen Laserstrahl berichtet, der während des Landeanflugs auf Salt Lake City in das Cockpit gedrungen sei. Der Vorfall ereignete sich etwa 7,5 Kilometer vom Flughafen entfernt. Der Pilot brachte die Maschine sicher zu Boden. Das FBI und andere Behörden untersuchen den Vorfall. Es ist nicht klar, ob der Strahl absichtlich in das Cockpit geleitet wurde oder ob dies zufällig geschah.