Fischer & Villepin Uno soll Irak-Krise lösen

Deutschland und Frankreich wollen eine humanitäre Katastrophe in Irak abwenden. Bei Beratungen in Paris bekräftigten Bundesaußenminister Joschka Fischer und sein französischer Kollege Dominique de Villepin weiterhin ihre gemeinsame Haltung gegen den Irak-Krieg.


Die Außenminister Dominique de Villepin und Joschka Fischer in der Uno
REUTERS

Die Außenminister Dominique de Villepin und Joschka Fischer in der Uno

Paris - Im Auswärtigen Amt hieß es, die Bundesregierung werde sich "substanziell an den humanitären Maßnahmen" der Uno beteiligen.

Fischers Sprecher Walter Lindner unterstrich, zwischen Berlin und Paris bestehe weiter völlige Einigkeit in der Irak-Politik. Beide lehnten den von den USA und Großbritannien geführten Krieg ab und beharrten darauf, dass die Vereinten Nationen bei der Lösung der Krise "im Fahrersitz" bleiben müssten. Es komme nun darauf an, eine humanitäre Tragödie zu verhindern. Die Frage des Wiederaufbaus stelle sich noch nicht, sagte Lindner.

Am Dienstag trifft sich im Berliner Auswärtigen Amt der Koordinierungsausschuss, in dem die für humanitäre Hilfe zuständigen Ministerien und die großen Hilfsorganisationen über ihre Zusammenarbeit beraten wollen. Im Genf findet am Mittwoch auf Schweizer Initiative ein Expertentreffen statt, an dem sich Deutschland über seine Ständige Uno-Vertretung in Genf beteiligt.

Frankreich verstärkte derweil seine diplomatischen Bemühungen im Irak-Konflikt. Der Sprecher des Pariser Außenamts, Francois Rivasseau, berichtete, in dieser oder Anfang der nächsten Woche seien Kontakte auf hoher Ebene mit Deutschland, Großbritannien, Russland, Italien und Spanien geplant. Einzelheiten nannte er nicht.



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