Flop bei Ausbildungsmission Afghanen boykottieren Operation mit Bundeswehr

Die Bundeswehr in Afghanistan hat beim Bemühen, heimische Sicherheitskräfte zu schulen, bereits in der Startphase einen Rückschlag erlitten. Eine gemeinsame Operation von amerikanischen, deutschen und afghanischen Soldaten fiel nach SPIEGEL-Informationen aus - weil die Afghanen nicht kamen.

Hamburg - Die Operation zu den afghanischen Parlamentswahlen am 18. September musste vier Stunden vor dem geplanten Beginn abgesagt werden. Bei der Operation "Weißer Adler" sollten die gemischten Streitkräfte in einer von den Taliban beherrschten Gegend westlich des deutschen Camps bei Kunduz mögliche Verstecke von Aufständischen finden und Anschläge am Wahltag verhindern.

Erst Tage später erfuhr die Bundeswehr, dass das Verteidigungsministerium in Kabul seinen Einheiten die Teilnahme an dem Einsatz verboten hatte.

Im Sommer musste bereits die südlich von Kunduz gemeinsam mit der afghanischen Armee durchgeführte Operation "Taohid III" früher als geplant eingestellt werden. Denn plötzlich waren die von Kabul versprochenen 200 Polizisten nicht verfügbar. Das sogenannte Partnering gehört eigentlich zu den Kernelementen der neuen Nato-Strategie am Hindukusch.

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