Steigende Zahlen seit Frühjahr Über das Mittelmeer kommen wieder mehr Flüchtlinge

Seit dem Frühjahr steigt wieder die Zahl der Menschen, die über das Mittelmeer Europa zu erreichen versuchen. In Deutschland sind die Asylgesuche jedoch stark gesunken.

Flüchtlinge im Mittelmeer nördlich Libyens
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Flüchtlinge im Mittelmeer nördlich Libyens


Die Zahl der Menschen, die über das Mittelmeer nach Europa zu kommen versuchen, ist seit dem Frühjahr wieder deutlich gestiegen. Von Jahresbeginn bis 22. Juni habe Italien laut "Bild am Sonntag" insgesamt 71.978 Neuankömmlinge registriert. Ihre Zahl ist damit um 27,6 Prozent gestiegen gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum.

Die meisten Bootsflüchtlinge wagen von der libyschen Küste aus die gefährliche Fahrt über das Mittelmeer. Seit die Balkanroute im Jahr 2016 geschlossen wurde, nimmt die Zahl der von Nordafrika nach Italien übersetzenden Migranten zu. Schiffe der Marine, von Nichtregierungsorganisationen und privaten Einsatztrupps versuchen, die Menschen von gesunkenen oder gefährdeten Booten zu retten.

Rund 3,3 Millionen Flüchtlinge hielten sich derzeit in der Türkei auf, berichtet das Blatt weiter unter Berufung auf Sicherheitskreise. In Griechenland seien es 62.354 Flüchtlinge, davon 14.489 auf den Inseln.

In Deutschland wurden demnach von Januar bis Ende Mai 77.148 Asylgesuche eingereicht - das wären pro Monat im Schnitt 15.400. Im Vorjahr waren es im gesamten Jahr 280.000, monatlich im Durchschnitt rund 23.300.

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kig/Reuters



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