Mittelmeer Helfer retten 2200 Flüchtlinge aus Seenot

Allein am Montag haben Einsatzkräfte auf dem Mittelmeer etwa 2200 Menschen das Leben gerettet. Laut Italiens Küstenwache kam für 16 Flüchtlinge die Hilfe allerdings zu spät.

Gerettete Flüchtlinge vor Italien
DPA/Italian Red Cross

Gerettete Flüchtlinge vor Italien


Mindestens 16 Flüchtlinge sind am Montag im Mittelmeer ums Leben gekommen. Die Leichen seien vor der libyschen Küste auf mehreren Booten entdeckt worden, teilte die italienische Küstenwache mit.

Bei insgesamt 21 Einsätzen konnten am Montag allerdings auch etwa 2200 Flüchtlinge aus Seenot gerettet werden. Den Angaben zufolge hatten sie versucht, in 18 Schlauchbooten und drei Holzbarken über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen. Neben der Küstenwache Italiens waren auch Fischerboote, Frachter und Schiffe von humanitären Organisationen im Einsatz.

Seit Anfang des Jahres wurden den italienischen Behörden zufolge bereits mehr als 153.000 Flüchtlinge im Mittelmeer gerettet und nach Italien gebracht - so viele wie im gesamten Vorjahr. 2014 lag die Gesamtzahl bei 170.000 Flüchtlingen.

Nach Angaben der Vereinten Nationen kamen seit Jahresbeginn mehr als 3700 Menschen bei der gefährlichen Überfahrt ums Leben. Erst am vergangenen Samstag hatte Italiens Ministerpräsident Matteo Renzi angesichts der Flüchtlingskrise mehr Solidarität von den EU-Partnern gefordert: "Wir können so nicht weitermachen, wir brauchen eine grundlegende Lösung."

aar/Reuters/AFP

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