Rückgang um 29 Prozent Deutlich weniger Migranten kommen über Türkei in die EU

Immer weniger Flüchtlinge gelangen über die Türkei in die EU. Das geht aus einem Bericht der EU-Kommission hervor. Der Druck an der Grenze zwischen der Türkei und Griechenland bleibt demnach aber hoch.

Flüchtlinge an einer Straße in der Türkei
ERDEM SAHIN/ EPA-EFE/ REX/ Shutterstock

Flüchtlinge an einer Straße in der Türkei


In den ersten vier Monaten dieses Jahres sind 11.217 Migranten über die Türkei nach Europa gekommen. Das geht aus einem vertraulichen Bericht der EU-Kommission hervor, aus dem die "Welt am Sonntag" zitiert. Im Vorjahreszeitraum waren es demnach noch 15.833 Ankünfte - ein Rückgang um 29 Prozent.

Fast alle Flüchtlinge kamen nach Angaben der EU-Kommission in Griechenland an, nur wenige in Bulgarien und Italien. Trotz des Rückgangs "bleibt der Druck an der Landgrenze zwischen der Türkei und Griechenland hoch", heißt es in dem Bericht. Die türkischen Behörden würden von einer "hohen Anzahl an Personen" berichten, die an einem Übertreten der Grenze nach Griechenland gehindert worden sei.

Ankara und Brüssel hatten sich im März 2016 auf ein Abkommen geeinigt, dass die illegale Einwanderung von zumeist syrischen Flüchtlingen über die Türkei nach Europa einschränken sollte. Dafür sagte die EU der Türkei Milliardenhilfen für die Verbesserung der Lebensbedingungen von Millionen Syrien-Flüchtlingen zu.

vks/AFP



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