Flüchtlinge in Griechenland Dreijähriger Junge vor Insel Chios ertrunken

Bei der Explosion eines Schiffsmotors sind zahlreiche Insassen eines Flüchtlingsbootes über Bord gegangen. Ein kleiner Junge hat das Unglück nicht überlebt.
Flüchtlinge vor der Insel Chios: 800.000 Migranten seit Jahresbeginn

Flüchtlinge vor der Insel Chios: 800.000 Migranten seit Jahresbeginn

Foto: YASIN AKGUL/ AFP

Bei einem Unfall vor der griechischen Insel Chios ist ein dreijähriger Junge ertrunken. Nach Angaben der griechischen Küstenwache wurden die Bootsinsassen ins Wasser geschleudert, als am Samstagmorgen der Motor des Bootes explodierte. 15 Menschen konnten gerettet werden. Ein 18-Jähriger wurde als mutmaßlicher Schleuser festgenommen.

Der Zustrom von Flüchtlingen über die griechischen Inseln der Ostägäis zum griechischen Festland dauert an. An Bord von zwei Fähren sind am Samstagmorgen 3675 Migranten und Flüchtlinge im Hafen von Piräus angekommen. Eine weitere Fähre mit rund 2000 Menschen an Bord werde am Abend erwartet, teilte die Küstenwache mit.

Die griechischen Inseln in der Ägäis sind derzeit das Ziel Tausender Flüchtlinge auf ihrem Weg nach Europa. Seit Beginn des Jahres gelangten nach Angaben der UNO bereits mehr als 800.000 Menschen über das Mittelmeer nach Europa, die meisten von ihnen landeten in Griechenland. Etwa 3500 Menschen ertranken oder verschwanden während der gefährlichen Überfahrt.

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jat/dpa/afp
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