Flüchtlinge ertrunken Marineschiff soll Hilferufe ignoriert haben

Nach Angaben der Uno sind mehr als ein Dutzend somalische Flüchtlinge im Golf von Jemen ertrunken. Offenbar missachtete ein Marineschiff Hilferufe, als das Flüchtlingsboot in Seenot geriet.


Genf - Im Golf von Aden sind nach Angaben des Uno-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) 15 Somalier ertrunken, weil ein vorbeifahrendes Marineschiff laut Überlebenden ihre Hilferufe ignorierte. Ein Sprecher des UNHCR sagte am Freitag in Genf, das Boot mit 45 somalischen Flüchtlingen sei am Mittwoch vor der Küste des Jemen gesunken. 25 Menschen überlebten, fünf wurden noch vermisst.

Nach Aussage der Überlebenden habe sich das unbekannte Marineschiff ihrem klapprigen Boot genähert, auf die Hilferufe aber nicht reagiert. Sprecher Andrej Mahecic sagte, das UNHCR rufe Schiffskapitäne in dem von Piraten und Haien bevölkerten Golf von Aden auf, die alte Tradition zu wahren und Menschen in Seenot zu helfen. Die Flüchtlinge wollten in den Jemen gelangen.

amz/dapd



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