Kritik an EU-Partnern Steinmeier will Flüchtlinge anders über Europa verteilen

Außenminister Steinmeier mahnt eine gerechtere Verteilung der Flüchtlinge in Europa an. Im SPIEGEL erhebt er den Vorwurf, dass sich zu viele Länder ihrer Verantwortung entzögen. Nur fünf Länder seien wirklich engagiert.
Außenminister Steinmeier: "Zu viele entziehen sich ihrer Verantwortung"

Außenminister Steinmeier: "Zu viele entziehen sich ihrer Verantwortung"

Foto: Maurizio Gambarini/ dpa

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier übt Kritik an EU-Partnern in der Flüchtlingspolitik. "Wenn die Europäer sich einig sind, dass man nicht einfach die Außengrenzen hochziehen kann, müssen wir innerhalb der EU auch zu einer gerechteren Verteilung kommen", fordert Steinmeier im SPIEGEL. "Zu viele entziehen sich ihrer Verantwortung". Bisher seien es vor allem Deutschland, Schweden, Österreich, Italien und Ungarn, "die viel tun". (Lesen Sie hier das ganze Gespräch im neuen SPIEGEL.)

Für die dramatisch gestiegenen Flüchtlingszahlen macht Steinmeier vor allem die instabile Lage Libyens nach der Bombardierung des Landes durch die Nato und den Sturz des damaligen Diktators Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 verantwortlich. Steinmeier kritisierte das damalige Vorgehen der Nato indirekt. "Die politische Ordnung in Libyen zu zerstören, ohne an den zweiten Schritt zu denken, hat doch viele der Probleme erst ausgelöst, mit denen wir heute zu kämpfen haben", so Steinmeier im SPIEGEL weiter. Politisch sei nichts vorbereitet gewesen.

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