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11. Juni 2016, 21:10 Uhr

Mittelmeer

Italienische Küstenwache rettet 1300 Flüchtlinge aus Seenot

Die Balkanroute ist geschlossen - doch über das Mittelmeer versuchen weiterhin Tausende, nach Europa zu kommen. Allein am Samstag wurden 1300 Migranten von ihren Booten geholt.

Die italienische Küstenwache hat zusammen mit anderen Helfern am Samstag mehr als 1300 Bootsflüchtlinge im Mittelmeer gerettet. Die Küstenwache sprach von insgesamt elf Einsätzen zwischen Sizilien und der nordafrikanischen Küste. An diesen seien auch die EU-Mission EUNAVFOR MED, die maltesische Flüchtlingshilfe Moas und das Schiff eines Privatmanns beteiligt gewesen.

Während die Zahl der Flüchtlinge in Griechenland nach der Schließung der Balkanroute zurückging, steigt die Zahl der Bootsflüchtlinge, die von Libyen über das Mittelmeer nach Italien gelangen wollen.

Fast 49.000 Bootsflüchtlinge erreichten seit Jahresbeginn Italien, wie die Internationale Organisation für Migration (IOM) mitteilte. Die Überfahrt nach Italien, meist in überfüllten Schiffen aus Nordafrika, ist besonders gefährlich. Immer wieder kommt es zu Havarien auf dem Mittelmeer, bei denen Flüchtlinge sterben. Seit 2014 sind nach Angaben der Vereinten Nationen mehr als 10.000 Menschen auf der Flucht nach Europa im Mittelmeer ertrunken oder gelten als vermisst.

asa/dpa

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