Hilfsorganisation Mehr als 1000 Flüchtlinge seit Januar im Mittelmeer ertrunken

Tausende Menschen wagen sich nach wie vor auf die gefährliche Mittelmeerroute Richtung Europa. Allein seit Jahresbeginn endete die Flucht für Hunderte Migranten tödlich.
Flüchtlinge im Mittelmeer

Flüchtlinge im Mittelmeer

Foto: AP

Sie starben bei dem Versuch, nach Europa zu gelangen: 1089 Flüchtlinge und Migranten sind zwischen dem Jahresbeginn und dem 23. April im Mittelmeer ums Leben gekommen. Das teilte die Internationale Organisation für Migration (IOM) in Athen mit. 1002 Menschen starben den Angaben der Hilfsorganisation zufolge auf dem Weg über die zentrale Mittelmeerroute von Nordafrika nach Italien. Auf der Route Ostmittelmeer-Ägäis kamen 37 Menschen ums Leben. 50 Flüchtlinge hätten den Versuch, aus Nordafrika nach Spanien zu gelangen, nicht überlebt.

Die Zahl der angekommenen Flüchtlinge sei im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres zurückgegangen: Damals waren etwa 181.000 Menschen nach Europa gelangt. Dieses Jahr kamen 43.204 an, wie es hieß. Allerdings rechnet die Grenzschutzagentur Frontex mit hohen Flüchtlingszahlen im Sommer. Wie die IOM kürzlich mitgeteilt hatte, rettete die italienische Küstenwache allein von Karfreitag bis Ostersonntag fast 8400 Menschen aus dem Mittelmeer.

Erst am Montag waren vor der griechischen Insel Lesbos 16 Migranten und Flüchtlinge ums Leben gekommen. Zwei Frauen überlebten den Untergang eines Flüchtlingsbootes. Weitere acht Menschen werden vermisst.

kev/dpa
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.