Mittelmeer Italienische Küstenwache meldet Rettung von fast 3000 Flüchtlingen

Sie wollten offenbar von Libyen nach Europa übersetzen: Auf dem Mittelmeer haben internationale Helfer knapp 3000 Bootsflüchtlinge gerettet - in 21 Einsätzen an einem einzigen Tag.
Flüchtlinge in Seenot: Tausende Gerettete

Flüchtlinge in Seenot: Tausende Gerettete

Foto: Winkler/ Bundeswehr

Rettungskräfte aus verschiedenen Ländern haben im Mittelmeer etwa 2900 Migranten in Sicherheit gebracht. Die italienische Küstenwache koordinierte nach eigenen Angaben bis zum späten Sonntagabend 21 Rettungsaktionen vor der libyschen Küste.

Die Flüchtlinge seien an Bord mehrerer Schiffe genommen worden und würden nach Italien gebracht, hieß es. An den Einsätzen beteiligt waren auch mehrere Rettungskräfte der Frontex-Operation "Triton", darunter ein spanisches Schiff. Auch die italienische und englische Marine sowie ein privates maltesisches Schiff eilten den Menschen zu Hilfe.

Seit Jahresbeginn sind mehr als 100.000 Migranten über das Mittelmeer nach Europa gekommen - allein Italien hat seit Anfang des Jahres mehr als 60.000 von ihnen aufgenommen. Hunderte haben ihr Leben auf der gefährlichen Route verloren.

Besonders in den Sommermonaten bei gutem Wetter wagen viele Migranten von Afrika aus die gefährliche Überfahrt. Einige EU-Staaten beteiligen sich an den Rettungsaktionen im Mittelmeer, auch die deutsche Marine ist im Einsatz.

mxw/dpa
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