Flüchtlinge Zahl der Asylbewerber in der EU deutlich gesunken

Von Januar bis März 2016 haben 287.100 Menschen in der EU Asyl beantragt. Das ist ein Drittel weniger als im vierten Quartal des Vorjahres.

Asylsuchende in Griechenland
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Asylsuchende in Griechenland


Die Anzahl der Asylbewerber in den EU-Staaten ist Anfang des Jahres deutlich zurückgegangen. Von Januar bis März beantragten 287.100 Asylsuchende erstmals Schutz in Europa, wie das europäische Statistikamt Eurostat in Luxemburg mitteilte. Im letzten Quartal 2015 waren es noch 426.000 Asylsuchende gewesen.

Die mit Abstand meisten Antragsteller - rund 102.000 - kamen aus dem Kriegsland Syrien. Sie bildeten in sieben EU-Staaten die größte Gruppe von Asylsuchenden. Allein in Deutschland stellten 88.500 Syrer einen Antrag. An zweiter und dritter Stelle standen EU-weit Asylbewerber aus dem Irak und Afghanistan.

61 Prozent der Asylbewerber - also 175.000 Personen - stellten ihren Antrag in der Bundesrepublik. Danach folgten mit großem Abstand Italien (22.000 Asylbewerber) und Frankreich (18.000 Asylbewerber) mit acht beziehungsweise sechs Prozent. Auch gemessen an der Einwohnerzahl des jeweiligen EU-Landes lag Deutschland auf Platz eins: Je eine Million Einwohner wurden 2155 Asylsuchende registriert, gefolgt von Österreich (1619) und Malta (904).

Die wenigsten Asylanträge wurden im ersten Quartal europaweit in Estland gestellt. Das Land zählte in drei Monaten gerade einmal fünf Asylbewerber.

syd/dpa



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