Unglück Zug überrollt Flüchtlinge in Mazedonien

Auf ihrem Weg in die EU ist eine Gruppe von Flüchtlingen in Mazedonien von einem Zug erfasst worden. Mindestens 14 Menschen kommen ums Leben, die Zahl der Opfer könnte noch steigen.


Ein Zug ist in Mazedonien in eine Gruppe von Flüchtlingen gefahren und hat 14 Menschen getötet. Die Migranten, die überwiegend aus Somalia und Afghanistan kommen sollen, waren nach Angaben der Polizei auf den Gleisen unterwegs, als der Expresszug anrollte. Die Zahl der Opfer könne noch steigen, berichtete der staatliche Fernsehsender MRT. Es werde vermutet, dass bis zu 50 Flüchtlinge auf den Schienen unterwegs waren.

Das Unglück geschah in der Nacht zum Freitag bei Pcinja südlich der Hauptstadt Skopje. Nach Angaben der Polizei war die Gruppe auf dem Weg in die Europäische Union. Acht Flüchtlinge blieben unverletzt am Unglücksort. Sie wurden nach Veles gebracht und befragt. Die Polizei geht davon aus, dass weitere Überlebende geflohen sind.

Auf ihrer Flucht von Griechenland Richtung Mittel- und Westeuropa nutzen Migranten häufig Bahngleise zur besseren Orientierung. Die Landroute gilt im Vergleich zum Seeweg als sicherer, doch es kommt immer wieder zu Zwischenfällen. Lokale Medien berichteten von fünf ähnlichen Unglücken: So sollen im vergangenen November und Dezember sechs Migranten bei Unfällen auf Gleisen gestorben sein.

brk/dpa/Reuters/AP



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