Steigende Zahlen Griechenland plant neue Flüchtlingsunterkünfte

Nach dem Putschversuch in der Türkei kommen wieder mehr Flüchtlinge auf die griechischen Inseln. Die Regierung will deshalb im ganzen Land neue Unterkünfte schaffen.
Flüchtlinge auf der Insel Chios in Griechenland (Archivbild)

Flüchtlinge auf der Insel Chios in Griechenland (Archivbild)

Foto: Petros Giannakouris/ AP

Die Zahl der Flüchtlinge, die zu den Inseln Griechenlands übersetzen, steigt wieder. Seit dem Putschversuch in der Türkei haben sich die Neuankünfte mehr als verdoppelt: Setzten in den ersten zwei Juliwochen 634 Flüchtlinge über, waren es in den ersten zwei Augustwochen 1277 Menschen. Die griechische Regierung will im ganzen Land neue Unterkünfte schaffen.

Nach Angaben des griechischen Flüchtlingskrisenstabs kommen derzeit im Schnitt täglich 200 Menschen an. Von Samstag auf Sonntag waren es demnach 111 Flüchtlinge. Im Vergleich zum Jahresbeginn, als zwischenzeitlich mehrere Tausend Menschen täglich übersetzten, sind die Zahlen gering.

Dennoch wolle Athen weitere Unterkünfte schaffen, sagte der Sprecher des griechischen Flüchtlingskrisenstabs, Giorgos Kyritsis, der Athener Zeitung "Kathimerini". Infrage kämen Standorte im ganzen Land, Grenzregionen und kleine Inseln ausgenommen.

Angst vor Scheitern des EU-Türkei-Flüchtlingspakts

In den neuen Lagern sollten jeweils maximal tausend Menschen Platz finden, während manche Unterkünfte bisher bis zu 3000 Menschen beherbergen. Bestehende Lager, die den Ansprüchen nicht genügten, könnten als Ersatz dienen, falls der Flüchtlingszustrom wieder zunehme.

Die Athener Regierung befürchtet ein Scheitern des Flüchtlingspakts der EU mit der Türkei, was ein erneutes Hochschnellen der Zahl der Flüchtlinge zur Folge haben könnte.

gru/dpa
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