Flughafen von Kairo Bombe in libyschem Passagierflugzeug entdeckt

79 Passagiere waren bereits an Bord, als eine Gasbombe auf der Flugzeugtoilette entdeckt wurde - die libysche Maschine sollte von Kairo zurück nach Tripolis fliegen. Wäre der Sprengsatz explodiert, hätte es laut dem Flughafensprecher eine Katastrophe gegeben.

Kairo - Sicherheitskräfte am Flughafen Kairo haben am Mittwoch an Bord eines libyschen Flugzeuges eine Gasbombe gefunden. Ein Flugbegleiter habe den handgemachten Sprengsatz in einem Schrank in einer Bordtoilette entdeckt, wo normalerweise Papiertücher aufbewahrt würden, hieß es.

Wenn der Sprengsatz explodiert wäre, hätte es eine "Katastrophe" gegeben, sagte ein Sprecher am Flughafen. Der Sprengsatz sei mit Hilfe eines Roboters erst aus dem Flugzeug entfernt und dann entschärft worden.

Die Maschine gehört zur staatlichen libyschen Fluggesellschaft und war von Tripolis nach Kairo geflogen. Die Bombe wurde gefunden, nachdem bereits 79 der Passagiere für den Rückflug nach Tripolis an Bord gegangen waren. Zum Hintergrund der Tat lagen zunächst keine Informationen vor.

Ägyptische Ermittler befragten zuerst die Besatzung, die den Verdacht auf eine Frau lenkten, die ihren Angaben nach als letzter Passagier vor der Landung den Toilettenraum betreten hatte.

Die Fluggesellschaft schickte ein Ersatzflugzeug, um die in Kairo gestrandeten Passagiere zu transportieren. In der Ära von Staatschef Muammar al-Gaddafi, der im vergangenen Oktober von Aufständischen getötet worden war, hatte der libysche Staat Terrorgruppen unterstützt und auch selbst Anschläge geplant.

lgr/dpa/dapd
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