Flugzeugattentäter Terrorverdächtiger Nigerianer packt bei US-Behörden aus

Umar Farouk Abdulmutallab gibt sein Wissen preis. Nach dem gescheiterten Anschlag auf ein Flugzeug in Detroit arbeitet der mutmaßliche Attentäter jetzt mit den US-Ermittlern zusammen.


Washington - Er ist fanatisch, er arbeitet mit der al-Qaida zusammen - und nun gibt er sein Wissen preis. Der Nigerianer Umar Farouk Abdulmutallab habe seit der vergangenen Woche wertvolle vertrauliche Informationen geliefert, verlautete am Dienstag aus der US-Bundespolizei FBI. Nähere Einzelheiten wurden nicht bekannt.

Nach Informationen der Nachrichtenagentur AP flogen FBI-Agenten nach dem vereitelten Anschlag vom ersten Weihnachtstag nach Nigeria und brachten die Familie des Verdächtigen dazu, dem 23-Jährigen gut zuzureden, mit den US-Ermittlern zusammenzuarbeiten. Abdulmutallab muss sich in sechs Anklagepunkten verantworten, darunter versuchter Mord und versuchter Gebrauch einer Massenvernichtungswaffe. Ihm droht lebenslange Haft.

Abdulmutallab stammt aus reichem nigerianischen Hause. Sein Vater hatte sich bereits geraume Zeit vor dem Anschlagsversuch Sorgen um seinen Sohn gemacht. Alhadschi Umaru Mutallab warnte die Amerikaner vor seinem eigenen Sohn. Am 19. November 2009, knapp fünf Wochen vor dem missglückten Anschlag, informierte der 70-Jährige die US-Botschaft in der nigerianischen Hauptstadt Abuja über mögliche Gefahren, die von seinem Sohn ausgingen.

Der Anschlag auf den mit knapp 300 Menschen besetzten Airbus der Northwest Airlines von Amsterdam nach Detroit am ersten Weihnachtstag war nur gescheitert, weil der von dem Attentäter gezündete Sprengsatz nicht funktionierte und Mitreisende den 23-Jährigen überwältigten. Er soll im Auftrag des Terrornetzwerks al-Qaida gehandelt haben.

Vor allem die US-Geheimdienste stehen seit dem Anschlagsversuch schwer in der Kritik: Obwohl es Hinweise auf eine Terrorgefahr gab, konnte Abdulmutallab ohne große Probleme in das Flugzeug gelangen. Präsident Barack Obama sprach aus diesem Grund von einem "Versagen des Systems" und übernahm dafür die Verantwortung.

Der vereitelte Anschlag hat auch große Konsequenzen für die internationale Luftfahrt: In zahlreichen Ländern - darunter Deutschland - wird der Einsatz von sogenannten Nacktscannern immer wahrscheinlicher.

ler/apn



insgesamt 1921 Beiträge
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Sapientia, 27.12.2009
1. Dass die Amis beknackt sind,...
ist ja allgemein bekannt. Die Beknacktesten jedoch empfinden es bereits als Auszeichnung in Uniform die dicke Hose bei der Immigration und dergleichen zu geben. Die werden jetzt wieder eine Hochzeit erleben - insofern liegen Sie auch richtig.
archelys, 27.12.2009
2. es stinkt
Zitat von sysopNach dem gescheiterten Attentat auf Flug 253 stellen sich neue Fragen nach den Sichherheitsrichtlinien im Flugverkehr. Müssen strengere Kontrollen eingeführt werden?
Ich halte auch das für eine inszenierte Geschichte, damit "ahnungslose" Rundfunk-,Fernsehen- und Zeitungsredakteure ihren Hörern und Lesern etwas Neues über die "permanente Terrorgefahr" berichten können.
Andreas58 27.12.2009
3. Flüssigsprengstoff
Nach Abgabe aller Flüssigkeiten, kann man sich dann nach dem einchecken alle Flüssigkeiten der Welt über diverse Läden auf jedem Airport beschaffen. Seit dieser Maßnahme kann ich nur noch über das Gelaber feixen. Es ist alles nur ein Fake, ich glaube "denen" kein Wort, weder Vogelgrippe, Afghanistan oder Umweltmärchen.
maan, 27.12.2009
4. Die spinnen, die Amis ...
Zitat von sysopNach dem gescheiterten Attentat auf Flug 253 stellen sich neue Fragen nach den Sichherheitsrichtlinien im Flugverkehr. Müssen strengere Kontrollen eingeführt werden?
Manchmal scheint es, als hielten die Amis den Rest der Welt für ziemlich bekloppt. Tatsächlich frage ich mich, ob nicht zumindest die amerikanische Administration (nicht jeder Ami!) reichlich autistisch und geistig beschränkt agiert. Wem immer, wann immer, das möglich ist, sollte die USA weiträumig umfliegen. Leider kenne ich nicht den Stellenwert des Tourismus in den USA. Wäre ja zumindest ein deutliches Signal, wenn der spürbar zurückginge! Geschäftliche und wissenschaftliche Kontakte lassen sich sicher auch ohne Treffen in den USA pflegen.
Querkopf_9 27.12.2009
5. Während des Anfluges?
Wird den überhaupt nicht mehr vernünftig recherchiert oder wird einfach alles von der schreibenden Zunft übernommen was ihnen vorgesetzt wird? Ich vermisse das "Hinterfragen"! Wieso in aller Welt hat er die Maschine nicht hoch über den Wolken zur Explosion gebracht? Wieso beim Landeanflug? Macht keinen Sinn! Wenn man mal bedenkt welch Meisterstück die Quaida am 11.9 vollbracht hat und was dannach an Dillentatismus geboten wurde komme ich echt ins Grübeln? Spiegel Redakteure scheinbar nicht!
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