Foto im Situation Room Orthodoxe Zeitung bedauert Clinton-Retusche

Das Foto mit der erschrockenen Hillary Clinton während der Bin-Laden-Mission ging um die Welt - nur in einer jüdisch-orthodoxen Zeitung landete es ohne die Politikerin. Das Blatt hatte sie aus dem Bild entfernt. Nun entschuldigten sich die Macher. Man habe "das Kleingedruckte nicht gelesen".


New York - Tausendfach wurde das Foto in den Tagen nach der Tötung von Osama Bin Laden abgedruckt. Es zeigt US-Präsident Barack Obama und seine engsten Mitarbeiter im Situation Room während der Mission der Navy Seals. Rechts im Bild sitzt Hillary Clinton, die Außenministerin hält sich die Hand vor den Mund. Auch die jüdisch-orthodoxe Zeitung "Di Tzeitung" aus New York brachte das Bild - allerdings ohne Clinton, die Politikerin wurde digital wegretuschiert.

Nun haben sich die Macher der Wochenzeitung aus dem Stadtteil Brooklyn beim Weißen Haus und der Ministerin entschuldigt. Man drucke prinzipiell keine Bilder von Frauen ab, hieß es. Leider habe der Foto-Redakteur des Kleingedruckte im Anhang der offiziellen Aufnahme aus dem Weißen Haus nicht gelesen. Darin wird eine Manipulation des Bildes ausdrücklich untersagt. Neben Clinton wurde auch Audrey Tomason, Direktorin der Nationalen Anti-Terror-Zentrale, aus dem Bild gelöscht.

Man verfolge seit langem eine Hauspolitik, nach der Frauen "dafür geschätzt werden sollen, wer sie sind und was sie tun - nicht dafür, wie sie aussehen", so die Stellungnahme der Zeitung. Mit dieser Haltung wolle man Respekt für die Frauen ausdrücken. Ein Redakteur der jüdischen Zeitung "The Forward" erklärte, manche ultra-orthodoxe Juden betrachteten jede Abbildung des weiblichen Körpers als "unanständig".

jok

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Greg84 02.05.2011
1.
Schlag gegen den Terror? Eher nicht. Ich glaube kaum, dass bin Laden noch an der Spitze der al-Qaida stand, vielleicht hatte er sich auch komplett aus dem "Geschäft" zurück gezogen. Das einzige was der Schlag gegen bin Laden gebracht hat ist die Schaffung eines weiteren Märtyrers. Für Obama hätte der Zeitpunkt allerdings kaum besser sein können. Politisch läuft es für verdienten Träger des Friedensnobellpreises nicht grade perfekt, da hilft so ne positive Nachricht schon unheimlich weiter.
endbenutzer 02.05.2011
2. Mission beendet
Hat George W. Bush eigentlich schon der Familie Bin Laden sein Beileid ausgesprochen? Unter alten (Geschäfts-) Freunden ist das doch so üblich. Oder lebt Bin Laden doch noch und man wollte eigentlich nur die nunmehr fast genau 10-jährige Mission "Krieg gegen Terror" zum bürgerfreundlichen Abschluss bringen? Merkwürdig: Gerade jetzt, da Obama und die gesamten USA in punkto Staatsverschuldung praktisch mit dem Rücken zur Wand stehen, wird für den amerikanischen Otto Normalverbraucher wieder einmal ein toller Grund geliefert, die Fahne zu schwingen und mit der Hand auf dem Herzen die Nationalhymne zu singen. Super Drehbuch...
G_Schwurbel 02.05.2011
3. weder noch
Zitat von sysopEr war der meistgesuchte Mann der Welt: Osama Bin Laden, der Anführer des Terrornetzwerks al-Qaida, ist tot. US-Spezialkräfte haben ihn bei einer Kommandoaktion in Pakistan getötet. Wir die weltweite Terrorgefahr nun geringer?
Die Welt wird durch seinen Tod weder sicherer noch unsicherer. Al Quaida ist ein Netzwerk, es würde mich wundern, gäbe es für Bin Laden keinen Nachfolger (seinen Tod hat er schließlich einkalkuliert). Vielleicht hat er auch vorher als Rache für seine Tötung den Auftrag erteilt, direkt danach Attentate zu verüben? Alles denkbar...
Hubatz 02.05.2011
4. Beweise
Dieser Mann ist ein Mysterium. Ich halte nicht viel von Verschwörungstheorien aber Beweisfotos oder besser Videos würden mich erfreuen.
lucario.75 02.05.2011
5. bin laden
Die Fernsehbilder der Freude hunderter Amerikaner, (nachvollziehbar) werder viele radikale Islamisten für ihre Propaganda nutzen um die Angst der Menschen auf der ganzen Welt weiter zu schüren und Terroranschläge zu planen. Ich selber Wohne nur ein paar Strassen weiter wo vor ein paar tagen Terroristen festgenommen worden sind, die konkrete Anschlägen zu Zeitnahen Ereignissen mit erheblichen Menschenaufkommen verübt werden sollte.
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