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23. April 2019, 11:18 Uhr

Scheinbeschäftigung

Französische Justiz ordnet offenbar Prozess gegen Ex-Premier Fillon an

Frankreichs früherer Premierminister François Fillon soll seine Frau als Mitarbeiterin bezahlt haben - ohne dass sie dafür gearbeitet hat. Dafür muss er sich nun laut einem Medienbericht vor Gericht verantworten.

Monatelang wurde gegen Frankreichs früheren Premierminister François Fillon wegen Betrugsverdachts ermittelt. Nun sollen Richter einen Prozess gegen den konservativen Politiker und seine Frau Penelope angeordnet haben, wie die französische Zeitung "Le Monde" unter Bezug auf die Justiz berichtete.

Dem Präsidentschaftskandidaten von 2017 wird vorgeworfen, seine Frau und seine Kinder jahrelang aus öffentlichen Mitteln als parlamentarische Mitarbeiter bezahlt zu haben - ohne, dass diese dafür wirklich arbeiteten.

Dem Bericht zufolge wird Fillon unter anderem die Veruntreuung öffentlicher Gelder vorgeworfen. Seine Frau muss sich als Komplizin verantworten. Ein Datum für den Prozess steht demnach noch nicht fest.

Die Fillon-Affäre war vor der Präsidentschaftswahl vom Frühjahr 2017 ins Rollen gekommen. Sie hatte den lange Zeit als Favoriten gehandelten Konservativen den Sieg gekostet. Fillon war von 2007 bis 2012 Premier unter Präsident Nicolas Sarkozy.

asc/AFP

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