Frankreich-Besuch Merkel und Hollande suchen nach neuer Basis

Gerade erneut zur Kanzlerin gekürt ist Angela Merkel heute gemeinsam mit Außenminister Steinmeier nach Frankreich gereist. Gastgeber Hollande und Merkel waren sich einig: "Wir können jetzt eine neue Epoche beginnen."

Merkel und Hollande in Paris: Auf der Suche nach einer neuen Grundlage
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Merkel und Hollande in Paris: Auf der Suche nach einer neuen Grundlage


Paris - Angela Merkel und François Hollande wollen die Beziehung zwischen den beiden führenden europäischen Ländern auf eine neue Basis stellen. "Wir können jetzt eine neue Epoche beginnen", sagte die Bundeskanzlerin am Mittwoch in Paris. Gemeinsam mit dem neuen sozialdemokratischen Außenminister Frank-Walter Steinmeier reiste sie nach Frankreich und betonte, diese erste Auslandsreise in der neuen Amtszeit zeige "den besonderen Stellenwert der deutsch-französischen Beziehungen".

Unter anderem mit Blick auf die Entwicklung der Europäischen Union sagte die CDU-Politikerin, es gebe "sehr viel zu tun, und ich freue mich, dass wir das weiter gemeinsam tun können." Sie fügte hinzu: "Wir wollen gemeinsam auch Europa voranbringen und Europa zu einem starken Kontinent in der Welt machen."

In der Europapolitik pocht Merkel bisher auf einen Sparkurs in Europa. Sozialist Hollande dagegen würde das Wachstum in Europa mit mehr Investitionen fördern wollen. Diese Unstimmigkeiten hatten immer wieder zu Spannungen zwischen den Staatschefs geführt. In Paris gibt es nun Hoffnung darauf, dass die Zusammenarbeit mit der Bundesregierung unter der Großen Koalition aus Union und SPD leichter fallen könnte. "Wir haben einen gemeinsamen Horizont, der eine gemeinsame Agenda werden muss", sagte auch Frankreichs Präsident Hollande. Europa brauche eine Verbindung zwischen Frankreich und Deutschland.

Für den 19. Februar kündigten Merkel und Hollande deutsch-französische Regierungskonsultationen mit Ministern beider Kabinette an. Unter anderem gehe es darum, "dass wir in der Gemeinsamkeit mehr für die Menschen in unseren Länder erreichen können, als wenn wir das getrennt tun", erklärte Merkel.

vek/AFP

insgesamt 7 Beiträge
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Steve Holmes 18.12.2013
1. Sie sollte besser auf David Cameron setzen...
... als auf François Hollande. Cameron hat immer wieder gezeigt wie er die Interessen seiner Bürger im Auge behält und nicht das Geld verschleudert.
licorne 19.12.2013
2. Wer hat's erfunden
wohin mit den Pfoten, beim Phototermin? Nach vorne zeigen und den Zeigefinger ausstrecken. Frau Merkel macht das auch gerne. Immer in die Richtung, mir nach, ich weiss, wo's langgeht. Bei Hollande kann man sich leider nicht so richtig auf den angezeigten Weg verlassen, manchmal dreht er wieder um oder schert irgendwie aus, besonders wenn seine Landsleute mäkeln und die Umfragewerte rutschen. Vielleicht wollte er den Franzosen zeigen : Ich führ die Andschela auf den richtigen Weg. Oder da im Off da ist ein Bistro 'Angela, lass uns erst mal ein Glas Wein trinken'. ' Ich hätt lieber ein Bier'
togral 19.12.2013
3. .
Bessere Freunde als Kontinentaleuropäer werden wir nie finden.
wurstkuh 19.12.2013
4. Wieder ein Kuckucksei?
Hoffentlich brüten die beiden nicht wieder ein Kuckucksei aus wie seinerzeit der Mitterand und der Kohl mit dem Euro.
loddarcontinua 19.12.2013
5. War es nicht so, dass
Zitat von wurstkuhHoffentlich brüten die beiden nicht wieder ein Kuckucksei aus wie seinerzeit der Mitterand und der Kohl mit dem Euro.
Mitterand dem einheitsbesoffenen Kohl den Euro aufgedrückt hat? Kohl bekam von den Franzosen die Einheit nur gegen den Euro...die SU/Russland bekam viel Geld, die USA/GB ein ewiges Besatzungsrecht(?) mit allen Freiheiten, CIA, NSA ....
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