Frankreich Macron verspricht besseren Schutz vor Gewalt gegen Frauen

Schärfere Gesetze, mehr Budget: Mit einem umfassenden Aktionsplan will Frankreichs Präsident Macron gegen sexuelle Belästigung und Gewalt gegen Frauen vorgehen. Seine Botschaft: "Ihr seid nicht allein".

Emmanuel Macron in Paris
AFP

Emmanuel Macron in Paris


Im vergangenen Jahr starb in Frankreich an jedem dritten Tag eine Frau an den Folgen häuslicher Gewalt. Präsident Emmanuel Macron will die Frauen in seinem Land nun besser schützen: Frankreich dürfe nicht eines der Länder sein, in dem Frauen Angst haben, sagte er in Paris. Die Gleichberechtigung von Männern und Frauen erklärte er in seiner Rede anlässlich des "Internationalen Tags zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen" zu dem zentralen Thema seiner Amtszeit.

Dafür legte er einen umfassenden Aktionsplan vor. Der sieht unter anderem die Einführung des Straftatbestands "sexistische Beleidigung" vor und ein Schutzalter für einvernehmlichen Sex, das bei 15 Jahren liegen soll. Der Haushalt des Staatssekretariats für Gleichstellung soll 2018 sein höchstes Niveau erreichen.

Zu den Maßnahmen gehört auch eine Vereinfachung des Systems der Anzeige-Erstattung. Über eine Online-Plattform sollen sich die Opfer unmittelbar an die Polizei wenden können, um entsprechende Schritte einzuleiten. Der Zugang zu pornografischen Inhalten soll besser kontrolliert werden. Zudem sollen in Krankenhäusern besondere Anlaufstellen für Gewaltopfer geschaffen werden. Schließlich will Macron mit hohen Geldbußen gegen Belästigungen auf der Straße vorgehen.

"Ihr seid nicht allein, die Regierung ist mit euch", beendete er seine rund einstündige Rede.

vks/dpa/AFP



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Aurora vor dem Schilf 25.11.2017
1.
Gut, das endlich mal was passiert
schalkimnacken 26.11.2017
2. Beeindruckend
Eigentlich ist es selbstverständlich, was der Staatspräsident vorträgt. Eigentlich. Ich wünsche mir viele Bekenntnisse, die klar machen, dass Gewalt gegen Frauen nicht selbstverständlich hingenommen werden darf. Und Taten: Bessere und bundeseinheitliche Finanzierung von Frauenhäusern und Frauenberatungsstellen. Gesetze und eine Anwendung, die es Frauen leichter machen, Gewalt und sexuelle Gewalt anzuzeigen. Viele Frauenn träumen davon, zu jeder Zeit allein durch die Straßen der Republik zu schlendern umd keine Angst haben zu müssen. Macron scheint das begriffen zu haben. Frau Merkel: Sie sind an der Reihe
mazzmazz 26.11.2017
3. Ich wusste nicht...
...dass frau in Frankreich bislang offenbar Freiwild war. Oder surft hier einer auf der Welle der current news aus den USA mit? Langsam nervt es! Es mag sein, dass Frauen es auch in der EU in bestimmten Gesellschaften schwer haben und dagegen muss man natürlich vorgehen. Stichwort: Leitkultur. Aber als Mann nun jeden 2. Tag als busengrapschender Neandertaler generalverurteilt zu werden, ist nun langsam doch nervig. Von mir aus kann man die rechtlichen Möglichkeiten überarbeiten. Aber man sollte aufpassen, keinen Amazonenstaat wie Schweden zu installieren, wo frau, sollte sie sich nach einvernehmlichem Sex am nächsten Morgen doch ein wenig unwohl fühlen, dem mann eine Klage an den hals hängen kann. Gleiches Recht für alle. Nicht mehr und nicht weniger. Dann könnte ich vielleicht auch mal mit einem Paragraphen wedeln, wenn ich abends an der Hotelbar von angetrunkenen Kolleginnen zweideutige Texte an den Hals gerieben bekomme. Wobei - kein Problem, das nehme ich wie ein Gentelman und mache kein großes Fass auf. Das überlasse ich dann den Feministinnen. Die damit leben müssen, dass wegen des aktuellen Genderwahns echte Opfer gar nicht mehr oder falsch wahrgenommen werden. Mädels, nicht jeder Blick oder jedes Kompliment sind gleich Belästigung. Entspannt Euch mal ein wenig. Und wenn Euch jemand gegen Euren Willen angrabbelt, haut ihm auf die Finger. Aber macht Europa nicht zu einem Panic Room wie es die corporate USA bereits seit Jahren sind. Das will auch frau nicht. Glauben Sie mir.
lachina 26.11.2017
4.
Zitat von mazzmazz...dass frau in Frankreich bislang offenbar Freiwild war. Oder surft hier einer auf der Welle der current news aus den USA mit? Langsam nervt es! Es mag sein, dass Frauen es auch in der EU in bestimmten Gesellschaften schwer haben und dagegen muss man natürlich vorgehen. Stichwort: Leitkultur. Aber als Mann nun jeden 2. Tag als busengrapschender Neandertaler generalverurteilt zu werden, ist nun langsam doch nervig. Von mir aus kann man die rechtlichen Möglichkeiten überarbeiten. Aber man sollte aufpassen, keinen Amazonenstaat wie Schweden zu installieren, wo frau, sollte sie sich nach einvernehmlichem Sex am nächsten Morgen doch ein wenig unwohl fühlen, dem mann eine Klage an den hals hängen kann. Gleiches Recht für alle. Nicht mehr und nicht weniger. Dann könnte ich vielleicht auch mal mit einem Paragraphen wedeln, wenn ich abends an der Hotelbar von angetrunkenen Kolleginnen zweideutige Texte an den Hals gerieben bekomme. Wobei - kein Problem, das nehme ich wie ein Gentelman und mache kein großes Fass auf. Das überlasse ich dann den Feministinnen. Die damit leben müssen, dass wegen des aktuellen Genderwahns echte Opfer gar nicht mehr oder falsch wahrgenommen werden. Mädels, nicht jeder Blick oder jedes Kompliment sind gleich Belästigung. Entspannt Euch mal ein wenig. Und wenn Euch jemand gegen Euren Willen angrabbelt, haut ihm auf die Finger. Aber macht Europa nicht zu einem Panic Room wie es die corporate USA bereits seit Jahren sind. Das will auch frau nicht. Glauben Sie mir.
Sie haben immer noch nicht verstanden, um was es geht. Bitten Sie eine j unge Frau aus Ihrem Bekanntenkreis, mit Jeans, Jacke und evtl. halblangem/langen Haar durch das Bahnhofsviertel einer xbeliebigen deutschen Stadt zu gehen. Halten Sie sich in gewissem Abstand und dokumentieren Sie das ganze, die Blicke, Geräusche, Bemerkungen , die die junge frau innerhalb einer Stunde erfährt. Trainieren Sie Ihre Empathie und fragen sich, wie es Ihnen gehen würde. Männer haben sozusagen die Staatsbürgerschaft im öffentlichen Raum , Frauen höchstens ein Transitvisum.
holger.heinreich 26.11.2017
5. Falsch
Frauen sind gleichberechtigt, sie haben alle Rechte, die ein Mann hat und üben diese auch aus. Frauen und Männer sind aber eben unterschiedlich, haben unterschiedliche Interessen, Stärken, Schwächen und Körper, was sie unterschiedliche Dinge lernen, tun und studieren läßt. Nur weil immer noch weniger Fraun in der Technik, Informatik oder Naturwisseschaft daheim sind und weniger Männer Sozialwissenschaften und Kulturwissenschaften studieren, ist das kein Sexismus. Sie haben die Möglichkeit, nutzen sie nur nicht. Viel mehr wäre es sexistisch und diktatorisch Frauen und Männer dazu zu zwingen für die Quote und Statistik bestimmte Dinge lernen und studieren zu lassen. Was hat das mit Pornographie zu tun? Ich weiß ja, daß manche Feministinnen am liebsten Männern diktieren möchten, mit was sie die Selbstbefriedigung ausüben dürfen. Sexismus ist mittlererweile ein Begriff ohne genaue Definition, die Lügen einer Feministin online zu entlarven, sich über eine Feministin lustig zu machen, einer Feministin zu widersprechen, die Lüge über ungleiche Gehälter zu entlarven oder gegen einen weiblichen Thor, weil es eben Unsinn ist, und gegen weibliche Space Marines zu sein, weil es die Spielwelt eben verbietet, gilt heute als Sexismus und Frauenhass. Was sollen diese Maßnahmen denn bringen, wenn Frauen lieber eine Chance auf Ruhm und Geld haben wollen, als ihre Chancen als Schauspielerin zu riskieren, wenn sie belästigt werden. Frauen halten den Mund, tauschen das Ertragen von Belästigung gegen die Chance auf Geld und Ruhm und lassen andere Frauen aus reiner Selbstsucht Opfer werden, weil sie den Mund halten und sich nicht wehren. Frauen fördern das Verhalten von Weinstein, wie Männer das Verhalten von Spacey fördern. Und eines von Weinsteins Opfern hat doch erst den Mund aufgemacht, als kein Schweigegeld mehr floss. Und was soll man davon halten, daß eine Ministerin erst Jahre nach den Vorfällen den Mund aufmacht. Die Maßnahmen kann man sich sparen, Frauen müssen dazu erzogen werden, Anzeige zu erstatten oder/und sich zu wehren, erst dann kann sich etwas ändern.
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