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24. April 2017, 22:16 Uhr

Wahlkampf in Frankreich

Le Pen will Vorsitz des Front National vorübergehend niederlegen

Es ist wohl nur ein Wahlkampfmanöver: Marine Le Pen will vorübergehend den Vorsitz ihrer rechtsextremen Partei Front National abgeben. Wie lange das gilt, ist nicht bekannt.

Die französische Rechtspopulistin Marine Le Pen hat vorübergehend den Parteivorsitz des Front National (FN) niedergelegt. Sie wolle sich mehr auf ihre Präsidentschaftskandidatur konzentrieren. "Heute Abend bin ich nicht mehr Präsidentin der FN, ich bin Präsidentschaftskandidatin", sagte Le Pen im TV-Sender France 2.

Es blieb unklar, wie lange sie das Amt ruhen lassen will. Beobachter werteten die Ankündigung als PR-Aktion, um präsidialer zu erscheinen und Wähler jenseits ihrer Parteiklientel zu erreichen.

Le Pen erklärte, sie wolle die Franzosen sammeln für ein "Programm der Hoffnung, des Wohlstands, der Sicherheit". Die 48-Jährige hatte am Sonntag in der ersten Runde der Präsidentenwahl 21,4 Prozent der Stimmen gewonnen und damit Platz zwei hinter dem sozialliberalen Bewerber Emmanuel Macron erreicht. Die entscheidende Stichwahl zwischen den beiden Kandidaten findet am 7. Mai statt.

jan/dpa

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