Mutmaßliche Anschlagspläne Französische Polizei nimmt Neonazis fest

Sie planten offenbar Anschläge auf Synagogen und Moscheen: In Frankreich laufen Ermittlungen gegen Mitglieder einer rechtsextremen Gruppierung. Fünf Verdächtige wurden festgenommen.

Französische Polizisten bei einem Großeinsatz (Archivbild)
ZUMA Press/ imago images

Französische Polizisten bei einem Großeinsatz (Archivbild)


Die Gruppe soll sich "L'Oiseau Noir" (deutsch: "Schwarzer Vogel") genannt haben: Die französische Justiz hat eine rechtsextreme Organisation zerschlagen, die offenbar Anschläge auf Synagogen und Moscheen plante. Es habe fünf Festnahmen gegeben, wurde mitgeteilt. Ziel der Gruppe, die "ideologisch Neonazis nahesteht", seien "jüdische oder muslimische Kultstätten" gewesen.

Die Festnahmen erfolgten zwischen September und Mai. Die Anschlagspläne seien noch wenig detailliert gewesen, hieß es weiter. Einzelheiten über mögliche Anschlagsziele wurden nicht genannt. Unter den Festgenommenen sollen auch ein Polizist und ein Jugendlicher sein.

Eine Festnahme gab es demnach in der Stadt Grenoble im Südosten des Landes. Dabei ging es um einen Verstoß gegen die Waffengesetze. Danach erfolgten die weiteren Festnahmen.

Anti-Terror-Ermittler übernahmen den Justizkreisen zufolge im Januar die Untersuchung. Sie warfen den Verdächtigen die Herstellung von Sprengsätzen und die Mitgliedschaft in einer "terroristischen Gruppe'" vor.

Seit 2017 sind die Behörden mindestens dreimal gegen Rechtsextreme vorgegangen. Dabei ging es unter anderem um einen möglichen Anschlag auf Präsident Emmanuel Macron.

als/AFP/dpa



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