Frankreich Sarkozy will Bürger als Hilfspolizisten

Nach den Vorstadt-Unruhen im Herbst will Frankreichs Innenminister Sarkozy härter gegen Kriminalität und Gesetzesverstöße vorgehen. Wegen des chronischen Personalmangels sollen Bürger als freiwillige Ordnungshüter die Polizei unterstützen.


Paris - Nicolas Sarkozy will eine "Bürgerreserve" für die nationale Polizei aufstellen. Ihr sollen Bürger angehören, "die wie die freiwillige Feuerwehr etwas von ihrer Zeit geben wollen, um ihren Beitrag für eine verbesserte Sicherheit zu leisten". Er schlage vor, schon ab diesem Jahr tausend Freiwillige anzuwerben.

Nicolas Sarkozy: Hardliner in Sachen innere Sicherheit
AFP

Nicolas Sarkozy: Hardliner in Sachen innere Sicherheit

Die Hilfspolizisten müssten eine Zulassungsprüfung ablegen und äußerlich von den normalen Ordnungshütern zu unterscheiden sein, sagte Sarkozy. Sie würden keinerlei hoheitliche Befugnisse erhalten und auch nicht bewaffnet sein. Ihre Aufgabe seien "Vermittlungsaufgaben, der Kontakt mit der Bevölkerung und die Sensibilisierung für das Gesetz und richtiges Verhalten".

Sarkozy, der sein Image als "Hardliner" bei der inneren Sicherheit konsequent pflegt und im kommenden Jahr Präsident werden will, sagte, die Franzosen hätten ein Bedürfnis nach Autorität.



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