Französische Konten Senator gibt Esel als einzigen Besitz an

Mehr als einen jungen Esel hat er nicht. Dies jedenfalls behauptet der französische Reginalpolitiker Christian Bourquin bei der Offenlegung seines Vermögens. Der Sozialist ist bei Finanzfragen allerdings nicht ganz unbedarft.


Paris - In der Affäre um Ex-Haushaltsminister Jérôme Cahuzac hat nun auch ein französischer Regionalpräsident und Senator sein Vermögen offengelegt - mit erstaunlichem Ergebnis: Als einzigen Besitz gab der Sozialist Christian Bourquin am Mittwoch einen "acht Monate alten katalanischen Esel" an. "Ich habe nichts, was mir gehört. Und meine Wohnung gehört meinen Kindern", schreibt Bourquin auf seinem Internetblog. "Ich habe auch kein weiteres Bankkonto, und mein Girokonto steht am Monatsende häufig bei Null."

Nach Cahuzacs Eingeständnis, seit Jahren ein heimliches Auslandskonto zu besitzen, wurden alle französischen Minister verpflichtet, ihre Vermögen offenzulegen. Per Gesetz sollen auch Parlamentarier dies tun müssen. Bourquin, seit November 2010 Präsident der südfranzösischen Region Languedoc-Roussillon, ist in Finanzfragen aber nicht ganz so unbedarft, wie er es darstellt: In der Vergangenheit wurde er bereits wegen Verstößen gegen die Regeln zur Finanzierung von Wahlkämpfen, Beihilfe zur Fälschung und Begünstigung verurteilt.

lei/AFP

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wahe 10.04.2013
1. optional
der Arme, wo läßt er denn seinen Esel grasen, evtl. auf dem Luxusrasen der Villa seiner Frau?? Das Teil der öffentlichkeitder Vermögen ist ohne den Anteil Ehegatten und minderjähriger Kinder eine Farce!
Stäffelesrutscher 11.04.2013
2.
Zitat von sysopREUTERSMehr als einen jungen Esel hat er nicht. Dies jedenfalls behauptet der französische Reginalpolitiker Christian Bourquin bei der Offenlegung seines Vermögens. Der Sozialist ist bei Finanzfragen allerdings nicht ganz unbedarft. http://www.spiegel.de/politik/ausland/franzoesische-konten-senator-gibt-esel-als-einzigen-besitz-an-a-893691.html
Abgesehen davon, dass ich beim Lesen seines Blogs den Anflug von Humor zu erkennen meine, begeht SPON den typisch deutschen Fehler, Besitz und Eigentum zu verwechseln. Bourquin schreibt von »patrimoine«, das ist Vermögen, also Eigentum. Wenn die Wohnung seinen Kindern gehlrt, dann sind die Kinder die Eigentümer und er ist der Besitzer. Jeder Mieter ist Besitzer seiner Wohnung. Bourquin ist auch Besitzer der Kleidung, die er trägt, selbst wenn seine Frau die ihm geschenkt haben sollte. Also: er gab den katalanischen Esel als einziges Eigentum an.
Pascal Meister 11.04.2013
3. Tragisch
Ein Politiker mit hohem Einkommen und einer Karriere auch vorher hat null Vermögen. Das ist doch schlicht und einfach tragisch und definitiv nicht als Vorbild tauglich! Null Erspartes?! Null Reserven?! Vollstes Vertrauen in den Staat und die Renten und die Sozialwerke in allen Ehren, aber sowas...!
Malshandir 11.04.2013
4. geschickt
Ich denke, das ist die Regel, alles gehoert Frauen oder Kindern und deren Vermoegen ist nicht anzugeben. Allerdings das mit dem Esel ist schon witzig und natuerlich benutzt er es als oekologisches Fortbewegungsmittel.^^
geotie 11.04.2013
5. yoooh
Kann sich hier jemand vorstellen, dass das mit rechten Dingen zugehen kann? Natürlich kann er alles überschreiben und verschenken, aber ist es auch tatsächlich so? Immerhin ist er schon Mal aufgefallen bei solchen Tricksereien und so schlecht dürfte er auch nicht verdienen!
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