Rettungsaktion im Mittelmeer Deutsche Fregatte eilt Flüchtlingsboot zu Hilfe

Rettungseinsatz der deutschen Marine: Nach einem Notruf ist die Fregatte "Hessen" einem Flüchtlingsboot im Mittelmeer zu Hilfe gekommen. Laut Verteidigungsministerium wird ein Holzschiff mit rund 200 Menschen an Bord evakuiert.

Fregatte "Hessen" (Archivbild): Rettungsaktion im Mittelmeer
DPA

Fregatte "Hessen" (Archivbild): Rettungsaktion im Mittelmeer


Die deutsche Marine ist im Mittelmeer einem in Seenot geratenen Flüchtlingsboot zu Hilfe geeilt. Das teilte ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums mit. Demnach habe die Fregatte "Hessen" am Freitagmittag mit der Evakuierung eines Holzbootes begonnen, auf dem sich rund 200 Menschen befinden sollen.

Nach Angaben des Sprechers hat der Notruf die Marine am Morgen gegen 9 Uhr über die italienische Seenotrettungsstelle erreicht. Die "Hessen" habe sich daraufhin umgehend auf den Weg zu dem Flüchtlingsschiff rund 250 Kilometer südlich der Insel Lampedusa gemacht.

Am Mittwoch war die deutsche Marine im Mittelmeer erstmals Flüchtlingen zu Hilfe gekommen. Die "Hessen" hatte südöstlich von Sizilien einen Seenotruf empfangen. Als die Deutschen eintrafen, hatte ein italienisches Zollschiff die 95 Flüchtlinge bereits an Bord genommen. Unter ihnen war nach Angaben eines Sprechers auch eine schwangere Frau, die wie die anderen Schiffbrüchigen zwei Tage lang nur Seewasser getrunken hatte.

Die Bundesregierung hatte nach dem EU-Flüchtlingsgipfel im April angeboten, sich mit zwei Schiffen an der Seenotrettung im Mittelmeer zu beteiligen. Die meisten Schleuser bringen Flüchtlinge und illegale Einwanderer derzeit über Libyen nach Europa. In dem Land ist die staatliche Ordnung weitgehend zusammengebrochen.

fab/phw



insgesamt 81 Beiträge
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maxmaxweber 08.05.2015
1. Wo ist der Unterschied zu Schleppern?
Was ist aus Sicht der Flüchtlinge eigentlich der Unterschied zwischen Schleppern die für die ersten Kilometer über das Mittelmeer sorgen, und der deutschen Marine welche die restliche Strecke übernimmt? Die Schlepper müssen dafür bezahlt werden.
lupo44 08.05.2015
2. Gott sei Dank....
das diese Menschen durch deutsche Schiffe gerettet werden konnten. Es interessiert nur ,wieviele weiter Schiffe von den Schleppern aktiviert werden können in den nächsten Jahren? Immerhin sollten diese Seelenverkäufer bald nicht mehr vorhanden sein. Und damit würde man endlich zur legalen Überfahrt übergehen und das ohne Gefahr für Leib und Leben.
professorA 08.05.2015
3. Warum
richten wir nicht gleich einen eigenen Shuttle-Service von Nordafrika zu uns ein? Mit Garantie auf Dauer-Aufenthalt auch gegen Abschiedebescheide, kostenloser medizinischer Betreuung, Hartz IV plus, staatlich organisierter Wohnungsbeschaffung, notfalls gegen den Widerstand der Nachbarn, Rechtsschutz gegen jede empfundene "Diskriminierung" und Schutz vor Demonstrationen seitens derjenigen "Einheimischen", die für derlei Dinge selbst arbeiten und zahlen müssen.
karlsiegfried 08.05.2015
4. Gestern in 'Servus'
Debatte über Flüchtlinge. Afrika hat 1,2 Milliarden Einwohner. 500 Millionen davon wollen ins gelobte Land Europa. Europa hat rund 460 Millionen Einwohner. na das wird noch was. Da reicht die gesamte deutsche Marine nicht aus. Ausserdem, die Australier sind beinahe 'Verbrecher'. Die wollen keine Flüchtlinge aufnehmen die nicht Englisch sprechen und keinen Nutzen für das Land stiften. Dem kann nur zugestimmt werden.
hellenkamp 08.05.2015
5. Diesem Exodus
kann man nur dadurch ein Ende bereiten, dass man die Grenzen dicht macht und die Flüchtlinge zwar rettet, aber dahin zurückbringt wo sie hergekommen sind.
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