Friedensnobelpreis 2018 Und irgendwer hat schon wieder Trump nominiert

Der US-Präsident ist bereits zum dritten Mal in Folge für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen worden. Seine Erfolgschancen gelten aber als sehr überschaubar. Hier sind die echten Favoriten.

dpa; afp; ap

Bei Buchmachern wird Donald Trump als möglicher Kandidat für den diesjährigen Friedensnobelpreis heiß gehandelt. Er ist bereits zum dritten Mal in Folge nominiert und hat sich selbst mehrfach als geeigneten Preisträger ins Spiel gebracht. Dass der US-Präsident die wichtigste politische Auszeichnung der Welt tatsächlich erhält, gilt als unwahrscheinlich.

Gemeinsam mit ihm stehen 330 weitere Kandidaten auf der Nominierungsliste. Damit ist es nach 2016 die zweitlängste Kandidatenliste überhaupt. Dem Nobelpreiskomitee zufolge sind darunter 216 Einzelpersonen und 115 Gruppen. Wer genau auf der Liste steht, ist unbekannt. Das Komitee schweigt dazu, wie immer.

Diejenigen, die nominieren durften - Juristen, Wissenschaftler, vormalige Preisträger - können den Namen der Person oder Organisation, die sie vorgeschlagen haben, hingegen öffentlich ausplaudern. Bundeskanzlerin Angela Merkel wird bereits seit einigen Jahren als eine der Favoritinnen gehandelt, ebenso wie Papst Franziskus. Und auch der russische Präsident Wladimir Putin soll mehrfach für den Preis vorgeschlagen worden sein.

Zuletzt hatte das Komitee mit seinen Entscheidungen immer wieder überrascht und weniger bekannte Kandidaten ausgezeichnet. Im vergangenen Jahr ging der Nobelpreis beispielsweise an die Anti-Atomwaffen-Kampagne Ican. Diese dürften im Vorfeld der Bekanntgabe nur wenige auf dem Zettel gehabt haben.

An diesem Freitag wird das Geheimnis gelüftet. Hier vorab aber schon mal einige Gruppen und Einzelpersonen, die 2018 als Favoriten für die Auszeichnung gehandelt werden:

Mit dem Friedensnobelpreis soll ausgezeichnet werden, wer "am meisten oder besten für die Verbrüderung der Völker gewirkt hat, für die Abschaffung oder Verminderung stehender Heere sowie für die Bildung und Verbreitung von Friedenskongressen". Seit 1960 werden auch der Einsatz für Menschenrechte und seit 2004 das Wirken für die Umwelt geehrt. Die Auszeichnung für Frieden wird als Einziger der fünf Nobelpreise im norwegischen Oslo statt in Schwedens Hauptstadt Stockholm verliehen - in diesem Jahr am 10. Dezember.

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insgesamt 46 Beiträge
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nahatschalah 05.10.2018
1. Naja,
aufgrund der positiven Entwicklung der beiden Koreas, an denen Trump ja seinen Anteil hatte, hat Trump den Friedensnobelpreis sicherlich eher verdient als Merkel. Wie gesagt: eher. Verdient hätten ihn ja beide nicht.
raoul2 05.10.2018
2. Gebt ihm (Trump) den Preis!
Allerdings unter der Vorbedingung, daß er umgehend als Präsident zurücktritt.
neue_mitte 05.10.2018
3.
Zitat von nahatschalahaufgrund der positiven Entwicklung der beiden Koreas, an denen Trump ja seinen Anteil hatte, hat Trump den Friedensnobelpreis sicherlich eher verdient als Merkel. Wie gesagt: eher. Verdient hätten ihn ja beide nicht.
Nun ja, sein Anteil bestand darin, die vom südkoreanischen Präsidenten auf dem normalen diplomatischen Weg angestrebten Annäherungen mit Getwitter fast eskalieren und scheitern zu lassen. Seine Hose-runter->Raketenvergleich Masche hat bloß den Entertainment- und Spannungsfaktor erhöht. Die positive Entwicklung in Korea indes haben die Koreaner selbst hinbekommen. Es sei denn, Sie sehen: "OMG, lass uns lieber schnell verhandeln, bevor der Trottel einen von uns beiden in den Abgrund reißt" als Anteil. Ja, dann haben Sie recht.
okrogl 05.10.2018
4. Naja
Nachdem Obama ihn bekam wäre es nur Konsequent, ihn auch Trump zu geben. Immerhin hat er sich NK angenähert. Egal, seit Obama ist der Preis eh wertlos.
winterwoods 05.10.2018
5. Erklärt uns doch bitte endlich einmal...
Erklärt uns doch bitte ENDLICH MAL, wie solche Nominierungen denn eigentlich zustande kommen. Wer reicht diese ein? DAS mal zu wissen, wäre interessant und wichtig!
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