Reaktionen auf Friedensnobelpreis "Überwältigende Botschaft an die Welt"

Die Auszeichnung der Kinderrechtler Malala Yousafzai und Kailash Satyarthi mit dem Friedensnobelpreis hat ein positives Echo hervorgerufen. Die Unesco lobte ihre "Leidenschaft und Mut", Kanzlerin Merkel gratulierte.

Kinderrechtlerin Malala Yousafzai: "Leidenschaft und Mut"
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Kinderrechtlerin Malala Yousafzai: "Leidenschaft und Mut"


Oslo - Lob für die Vergabe des Friedensnobelpreises an die pakistanische Schülerin Malala Yousafzai und den Kinderrechtler Kailash Satyarthi. Bundeskanzlerin Angela Merkel gratulierte beiden Preisträgern. Sie begrüßte nach Angaben der Vizeregierungssprecherin Christiane Wirtz insbesondere, dass damit das Verdienst der beiden für Kinderrechte beachtet werde.

Malala Yousafzai und Kailash Satyarthi waren am Freitag für ihr Eintreten gegen die Unterdrückung von jungen Menschen und für deren Recht auf Bildung gewürdigt worden. Kinder müssten die Möglichkeit haben, zur Schule zu gehen, und müssten vor Ausbeutung geschützt werden, erklärte das Nobel-Komitee.

Außenminister Frank-Walter Steinmeier lobte die Vergabe. Das Engagement der beiden gegen Extremismus und für die Rechte von Kindern mache sie zu "weltweiten Vorbildern". "Die gemeinsame Ehrung ist gleichzeitig ein wichtiges Zeichen für die weitere Aussöhnung zwischen Indien und Pakistan", so Steinmeier.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon sagte: "Malala ist eine tapfere, leise Anwältin für Frieden, die einfach dadurch, dass sie zur Schule ging, zu einer Lehrerin für die Welt wurde. Sie sagte, dass ein Schreibstift die Welt verändern kann, und bewies, wie ein junges Mädchen die ganze Welt leiten konnte. Mit Mut und Entschlossenheit wurde Malala zu dem, was Terroristen am meisten fürchten: ein Mädchen mit einem Buch."

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Friedensnobelpreis: Große Ehre für zwei Kinderrechtler
Die Uno-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur (Unesco) würdigte die Vergabe als "überwältigende Botschaft an die Welt". Sie unterstreiche die Bedeutung von Bildung für den Aufbau friedlicher und nachhaltiger Gesellschaften, schrieb Unesco-Generaldirektorin Irina Bokowa. Die Unesco arbeite eng mit beiden Nobelpreisträgern zusammen.

"Satyarthi arbeitet mit Leidenschaft und Mut daran, das Recht jeden Kindes auf Bildung zu erfüllen, Malala steht an unserer Seite in dem Kampf für universelle Bildung, vor allem für Mädchen", erklärte die Chefin der in Paris ansässigen Uno-Organisation.

In Malala Yousafzais Heimatland Pakistan löste die Auszeichnung Begeisterung aus. Premierminister Nawaz Sharif gratulierte der 17-Jährigen dazu, den Preis als erste Pakistanerin überhaupt gewonnen zu haben. Innenminister Nisar Ali Khan sagte: "Wir sind stolz, dass ein pakistanisches Mädchen in so jungem Alter den Preis bekommen hat."

Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (Unicef) begrüßte den Preis als "hochverdiente Auszeichnung an zwei mutige Kämpfer für die Rechte von Kindern". Die Vergabe demonstriere die Überzeugung, dass Kinder eine Macht für Veränderung seien, hieß es in einer am Freitag in Genf veröffentlichten Mitteilung. "Die Tapferkeit und die Entschlossenheit von Malala und Kailash ist ein Weckruf für die Kinder überall."

Die Fraktionsvorsitzenden der Grünen, Katrin Göring-Eckardt und Anton Hofreiter, teilten mit: "Die Entscheidung des Nobelkomitees ist ein lauter Ruf an uns alle, sehr viel konsequenter für die Rechte von Kindern weltweit einzutreten. In Krisenregionen unserer Tage leiden ganz besonders die Kinder. Ihre Zukunft wird von Terror, Gewalt und Krieg zerstört."

bka/dpa



insgesamt 10 Beiträge
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Seite 1
sprechweise 10.10.2014
1. Malala
Malala ist eine sehr gute Wahl
schwarzwald67 10.10.2014
2.
Wen interessiert, was die Merkel dazu meint?!
wayne.interessierts 10.10.2014
3. sry Alfred
wenn unser guter hr. nobel wüsste was diese Leute aus seinem Erbe gemacht haben, er würde seine eigene Erfindung wohl zur selbstpulverisierung benutzen. kissinger, Obama, Eu und jetzt diese junge Dame. was war gleich Frieden? ach wer weiss das schon noch... shame on u world!
butalive76 10.10.2014
4. Friedensnobelpreis ist eine Farce
Malala hat einen echten Preis sicher verdient, aber den Friedensnobelpreis, der schon an Terroristen und Kriegspräsidenten vergeben wurde, ist keine Belohnung sondern eine Farce von denen die die Regeln und die Kriege machen. Malala, zeige erneut Mut und verweigere ihn.
abrweber 10.10.2014
5. In Anbetracht der
vielen unrühmlichen Vorgänger wie Obama und EU und andere,bleibt letzendlich die Frage, ob man auf einen solchen Preis stolz sein kann.
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