Friedensnobelpreis "Guardian"-Leser favorisieren Bradley Manning

Der "Guardian" fragte seine Leser nach ihren Favoriten für den Friedensnobelpreis - das Rennen machte ein Inhaftierter: Bradley Manning, der WikiLeaks über 250.000 Botschaftsdepeschen zugespielt haben soll.

Bradley Manning: Der US-Soldat sitzt in einem Militärgefängnis in Kansas
AP

Bradley Manning: Der US-Soldat sitzt in einem Militärgefängnis in Kansas


London - Bei einer Umfrage der britischen Zeitung " The Guardian" nach den Favoriten für den Friedensnobelpreis hat Bradley Manning das Rennen gemacht. 40 Prozent der Stimmen fielen auf Manning, das waren rund 2500 Leser.

Der junge US-Soldat Manning war am 26. Mai 2010 festgenommen worden, er sitzt seither in Haft und wartet auf seinen Prozess. Er soll WikiLeaks über 250.000 US- Botschaftsdepeschen zugespielt haben. Manning verriet sich möglicherweise selbst, vertraute sich in einem Chat einem Hacker an, der ihn den Behörden meldete.

WikiLeaks-Gründer Julian Assange landete auf Platz zwei mit rund 19 Prozent der Stimmen. Die burmesische Aktivistin Aung San Suu Kyi kam auf elf Prozent. Unter den favorisierten Personen war auch Helmut Kohl. Er erhielt rund sieben Prozent der Stimmen.

bim

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