Friedensnobelpreisträger Südkoreas Ex-Präsident Kim Dae Jung gestorben

Tod eines Entspannungspolitikers: Der frühere südkoreanische Präsident Kim Dae Jung ist im Alter von 83 Jahren an Herzversagen gestorben. Der Politiker wurde vor neun Jahren für seine Bemühungen um Aussöhnung mit Nordkorea mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.


Seoul - Südkorea verliert einen seiner bekanntesten Politiker: Nach einem Herzversagen habe der ehemalige Präsident Kim Dae Jung am Dienstag nicht wiederbelebt werden können, teilte ein Sprecher des behandelnden Krankenhauses in Seoul mit. Kim war Mitte Juli mit Grippesymptomen ins Krankenhaus eingeliefert worden. Bei ihm wurde eine Lungenentzündung diagnostiziert, daher wurde er auf die Intensivstation verlegt.

Kim Dae Jung (Archivbild): Friedensnobelpreis für Bemühungen um eine Aussöhnung mit Nordkorea
REUTERS

Kim Dae Jung (Archivbild): Friedensnobelpreis für Bemühungen um eine Aussöhnung mit Nordkorea

Der frühere Dissident unter Südkoreas Militärregime war von 1998 bis 2003 südkoreanischer Staatschef. Im Jahr 2000 wurde Kim für seine Entspannungspolitik mit dem kommunistischen Nordkorea, der sogenannten Sonnenscheinpolitik, mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Der Ehrung war das erste interkoreanische Gipfeltreffen mit dem damaligen nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Il vorausgegangen.

anr/AFP/AP/dpa



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