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07. Februar 2012, 22:39 Uhr

Frust über schwache Wirtschaft

Iranisches Parlament lädt Ahmadinedschad vor

Das hat es seit der Islamischen Revolution 1979 nicht mehr gegeben: Irans Präsident Ahmadinedschad soll dem Parlament in Teheran Rede und Antwort stehen. Ihm wird eine verfehlte Wirtschaftspolitik vorgeworfen.

Teheran - Vor der iranischen Parlamentswahl im März erhöht sich auch der innenpolitische Druck auf Mahmud Ahmadinedschad. Während der iranische Präsident im Atomstreit mit dem Westen weiter die Muskeln spielen lässt, muss er jetzt vor dem Parlament in Teheran Rechenschaft ablegen. Ihm wird insbesondere eine verfehlte Wirtschaftspolitik vorgeworfen, aber auch zu außen- und innenpolitischen Fragen soll er den Abgeordneten Rede und Antwort stehen.

Für sein Erscheinen sei ihm Zeit bis zum 8. März gegeben worden, berichtete die Nachrichtenagentur Mehr am Dienstag. Es ist das erste Mal seit der Islamischen Revolution 1979, dass ein Präsident vom Parlament vorgeladen wird.

Konservative Abgeordnete werfen dem Präsidenten zudem vor, die islamische Verfassung des Landes unterminieren zu wollen und staatliche Mittel für den Wahlkampf einzusetzen. Ahmadinedschad hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Man wolle vor der Wahl seinem Ansehen schaden. Das neue Parlament wird am 2. März gewählt.

bos/dpa/dapd

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