Frust über schwache Wirtschaft Iranisches Parlament lädt Ahmadinedschad vor

Das hat es seit der Islamischen Revolution 1979 nicht mehr gegeben: Irans Präsident Ahmadinedschad soll dem Parlament in Teheran Rede und Antwort stehen. Ihm wird eine verfehlte Wirtschaftspolitik vorgeworfen.

Staatschef Ahmadinedschad (Archivbild): Soll sich vor dem iranischen Parlament rechtfertigen
REUTERS

Staatschef Ahmadinedschad (Archivbild): Soll sich vor dem iranischen Parlament rechtfertigen


Teheran - Vor der iranischen Parlamentswahl im März erhöht sich auch der innenpolitische Druck auf Mahmud Ahmadinedschad. Während der iranische Präsident im Atomstreit mit dem Westen weiter die Muskeln spielen lässt, muss er jetzt vor dem Parlament in Teheran Rechenschaft ablegen. Ihm wird insbesondere eine verfehlte Wirtschaftspolitik vorgeworfen, aber auch zu außen- und innenpolitischen Fragen soll er den Abgeordneten Rede und Antwort stehen.

Für sein Erscheinen sei ihm Zeit bis zum 8. März gegeben worden, berichtete die Nachrichtenagentur Mehr am Dienstag. Es ist das erste Mal seit der Islamischen Revolution 1979, dass ein Präsident vom Parlament vorgeladen wird.

Konservative Abgeordnete werfen dem Präsidenten zudem vor, die islamische Verfassung des Landes unterminieren zu wollen und staatliche Mittel für den Wahlkampf einzusetzen. Ahmadinedschad hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Man wolle vor der Wahl seinem Ansehen schaden. Das neue Parlament wird am 2. März gewählt.

bos/dpa/dapd

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blumt0pf 07.02.2012
1.
Zitat von sysopDas hat es seit der Islamischen Revolution 1979 nicht mehr gegeben. Irans Präsident Ahmadinedschad soll*dem Parlament in Teheran Rede und Antwort stehen. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,813954,00.html
Das ist das Schlimme am iranischen System. Ahmadinedschad ist nur die stinkende Spitze eines verwesenden Müllbergs. Die Mullahs und Ayatollahs hinter dem Präsidenten sind die noch viel schlimmeren Unheilsbringer. Ahmadiedschad ist durch Wahlen austauschbar, aber die Mörder über ihm bleiben in diesem System religiös gerechtfertigt immer existent.
BurnOut_Generation 08.02.2012
2. jg
Zitat von sysopDas hat es seit der Islamischen Revolution 1979 nicht mehr gegeben. Irans Präsident Ahmadinedschad soll*dem Parlament in Teheran Rede und Antwort stehen. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,813954,00.html
Ist der "irre" von Teheran doch nicht so mächtig? Da gibt es doch so etwas wie eine Regierung...Warum will der Westen Iran angreifen,wenn es sogar in Iran vernünftige Menschen gibt..man muss nur den Dialog suchen..man muss keine Kriege führen...man sollte nur reden..und nicht mit Gewalt drohen...Dialog ist der Weg...nicht die Waffen
tellmepls 08.02.2012
3. ....
Oha, ein demokratischer Vorgang in einem Gottesstaat. Wie war das noch von der Statistik her? Prozentual machen Frauen im Iran übrigens mehr einen Hochschulabschluss als in Deutschland und unseren ach so tollen Verbündeten. Nebenbei kann man noch umsonst studieren im Iran und ne Praxisgebühr gibts dort auch nicht. Trotz Wirtschaftsbeschränkungen. Armes Deutschland.
LeToubib 08.02.2012
4.
Ich bin ja mal gspannt, was die notorischen Iran-Politik-Verfechter *jetzt* schreiben werden, da ihr heissgeliebter Achwasbistdudreckig sogar schon seinem Parlament auf die Nerven zu gehen scheint ...
wohlmein 08.02.2012
5. M.E. (oder auch IMHO) geht es
Zitat von BurnOut_GenerationIst der "irre" von Teheran doch nicht so mächtig? Da gibt es doch so etwas wie eine Regierung...Warum will der Westen Iran angreifen,wenn es sogar in Iran vernünftige Menschen gibt..man muss nur den Dialog suchen..man muss keine Kriege führen...man sollte nur reden..und nicht mit Gewalt drohen...Dialog ist der Weg...nicht die Waffen
nicht so sehr um Atomkraft, sondern darum, daß Iran sich sein Öl nicht mehr ausschliesslich in USD bezahlen läßt, sondern den EURO präferiert. (Wikipedia: Petrodollars)
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