Frustrierte Fußballfans Fliegende Steine


Berlin/Kabul - Anarchie und Gewalt scheinen in Afghanistan an der Tagesordnung, selbst bei auf den ersten Blick harmlosen Freizeitveranstaltungen. Bei einem Fußballspiel einer Elf aus Soldaten der internationalen Schutztruppe für Afghanistan (ISAF) gegen eine einheimische Mannschaft wurden am Freitag in einem Stadion in Kabul vier Soldaten durch Steinwürfe verletzt.

Wie das Verteidigungsministerium in Berlin jetzt bestätigte, befanden sich unter den Verletzten auch zwei Bundeswehrsoldaten, die Platzwunden erlitten.

Die Steine seien aus einer aufgebrachten Menge von rund 15.000 Menschen geworfen worden, die vergeblich Einlass in das mit 30.000 Zuschauern schon überfüllte Stadion verlangt hatten.

Die deutschen Soldaten waren während des Spiels für den Schutz der Veranstaltung verantwortlich. Die ISAF-Auswahl gewann die Begegnung nach Angaben der Sprecherin mit 3:1.



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