Fundamentalismus Libyen lässt 90 Islamisten frei

Massenentlassung von Gefangenen in Libyen: 90 Islamisten, denen Verbindungen zum Terrornetzwerk al-Qaida nachgesagt werden, wurden freigelassen.


Tripolis - Um die Freilassung der Häftlinge in Tripolis hatte sich die Internationale Gaddafi-Stiftung des Sohnes von Staatschef Muammar al-Gaddafi bemüht. Die Mitglieder der Libyschen Islamischen Kampfgruppe (LIFG) hätten der Gewalt abgeschworen, teilte die Stiftung mit.

Sie waren zu Haftstrafen zwischen zehn Jahren und lebenslang verurteilt worden, die meisten von ihnen haben mehrere Jahre abgesessen. Ihrer Freilassung gingen zweimonatige Vermittlungsbemühungen der Stiftung von Gaddafis Sohn Saif al-Islam al-Gaddafi voraus.

Die LIFG schloss sich erst kürzlich al-Qaida an, wie es in einer Audiobotschaft der Nummer zwei des Terrornetzwerks, Ajman al-Sawahri, heißt. Nach Angaben der LIFG handelt es sich bei den Freigelassenen um ein Drittel ihrer in Libyen inhaftierten Mitglieder.

asc/AP



© SPIEGEL ONLINE 2008
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.