Kurz vor der EM US-Regierung warnt vor Terroranschlägen in Europa

Sehenswürdigkeiten, Restaurants, öffentlicher Nahverkehr: In Europa könnte es zu Terroranschlägen kommen, vor allem während der EM. Davor warnt das US-Außenministerium amerikanische Touristen.

Die Champs-Élysées in Paris
AFP

Die Champs-Élysées in Paris


Großereignisse wie die anstehende Fußball-Europameisterschaft in Frankreich erhöhen das Risiko eines Terroranschlags in Europa. Davor warnt das US-Außenministerium in einem Reisehinweis für amerikanische Touristen, der am Dienstag veröffentlicht wurde.

"Wir warnen US-Bürger vor dem Risiko terroristischer Anschläge in Europa", heißt es auf der offiziellen Seite. Ziele könnten vor allem Sehenswürdigkeiten, Restaurants, Einkaufszentren oder der öffentliche Nahverkehr sein. Der Hinweis gilt bis zum 31. August dieses Jahres.

Neu sind die Bedenken nicht. Der SPIEGEL hatte bereits im Februar über eine "hohe abstrakte Gefahr" berichtet, die für Fußballer und Fans während der EM bestehe. BKA-Vizepräsident Peter Henzler sagte der "Bild" vor wenigen Tagen, die Bedrohungslage durch den islamistischen Terrorismus sei weiterhin hoch. Anhänger und Sympathisanten des sogenannten "Islamischen Staates" (IS) würden regelmäßig dazu aufrufen, Anschläge in Europa zu verüben.

Auch französische Offizielle warnen vor möglichen Terrorattacken. Der IS rüste sich für eine Welle von Bombenanschlägen ab Juni, hieß es. Geplant sei eine "neue Form des Angriffs", so der Chef des Inlandsgeheimdiensts DGSI, Patrick Calvar. Die Strategie zeichne sich dadurch aus, dass Sprengmittel an Orten mit großen Menschenmassen platziert werden sollten.

Frankreichs Präsident François Hollande hatte den Ausnahmezustand im Land, der seit den Anschlägen vom 13. November gilt, zuletzt um weitere zwei Monate bis nach dem Turnier verlängert. Er versprach gleichwohl "maximale Sicherheit". Sein Sportminister Patrick Kanner sagte: "Kein Event war so sicher wie die EM 2016".

vks



insgesamt 31 Beiträge
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sucramotto 31.05.2016
1. Das kommt ja jetzt nicht so überraschend
Wenn schon in Europa dezent gewarnt wird und erst gestern bekannt wurde, dass konkret ein Anschlag beim Spiel England - Russland in Marseille geplant war, dann sollte es nicht überraschen, wenn die USA jetzt eine derartige Reisewarnung aussprechen. Gleiches würde Deutschland höchstwahrscheinlich machen, wenn die EM in der Türkei stattfinden würde.
specchio8 31.05.2016
2. For sure
Egal wie viel Sicherheitspersonal man abkommandieren wird, es ist wohl leider ziemlich sicher dass man versuchen wird diese große Bühne die sich da bieten wird auch betritt. Fraglich nur wieviele weitere Freiheiten man wird aufgeben müssen für den vermeintlichen Sicherheitswahn. Wer kann der wandere aus. Doch wohin nur?
Pfaffenwinkel 31.05.2016
3. Eine abstrakte Gefahr
für Terroranschläge während der EM gibt es sicher, dafür brauche ich keinen US-Geheimdienst. Passiert etwas, können diese aber sagen: Wir haben Euch gewarnt.
knok 31.05.2016
4. Egal wie groß die Gefahr ist
wir dürfen uns nicht unterkriegen lassen, weder von Seiten der Terroristen, noch von denen, die jetzt reflexhaft unsere Freiheit einschränken wollen. Diese EM muss ein Fest werden, eine große Feier für Europa. Und vielleicht der Beginn von etwas Neuem. Angst sollten wir keine haben, dafür Hoffnung und den Willen, etwas zu bewegen. Es wird Zeit, ein Zeichen zu setzen gegen Gewalt, Diktatur, Konservativismus und die Zerstörung unseres Planeten. Ein Anfang wäre es, wenn Europa, seine Bevölkerung, angesichts der Gefahren enger zusammenrücken würde!
immerbesserwisser 31.05.2016
5. Tolle Warnung
Da fühlen wir uns gleich besser. Was bitte soll dieser Artikel? Wir finanzieren Ämter die uns ausspionieren, aber nicht beschützen können. Und um ihre Unfähigkeit zu bestätigen teilen sie uns mit, dass wir lieber zu Hause bleiben sollen. Brauchen wir jetzt die virtuelle EM?
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