Fußball-WM Polizei verbietet NPD-Demonstration in Gelsenkirchen

Die rechtsextreme NPD darf am 10. Juni nicht in Gelsenkirchen aufmarschieren. Die Demonstration wurde von der Polizei verboten, weil das Ansehen der Bundesrepublik durch den Aufmarsch "nachhaltig geschädigt" würde.


Gelsenkirchen – Man wolle verhindern, dass "vor den Augen der Weltöffentlichkeit während der WM 2006 Rechtsextremisten durch die Straßen Gelsenkirchens ziehen, um rassistische und ausländerfeindliche Parolen zu verbreiten", sagte Gelsenkirchens Polizeipräsident Rüdiger von Schoenfeldt. 

Die Demonstration sollte nur einen Tag nach Eröffnung der Fußball-WM stattfinden und war bereits im Februar angemeldet worden. "Die Gelsenkirchener Polizei nimmt die Gefahr sehr ernst, die vom Rechtsextremismus ausgeht", sagte von Schoenfeldt. Deshalb schöpfe er alle rechtsstaatlichen Mittel aus, um Aufmärsche von Rechtsextremisten während der WM zu verhindern.

Laut Polizeipräsident gilt das Verbot auch für jegliche Form  einer Ersatzveranstaltung. Die Gelsenkirchener Polizei unternehme alles, damit sich die ausländischen Gäste wohlfühlten, so von Schoenfeldt. "Wir dulden keinen Fremdenhass." Gegen die Entscheidung der Polizei kann die NPD nun Beschwerde beim örtlichen Verwaltungsgericht einreichen.

abi/AFP/ddp/dpa



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