G-20-Gipfel in Cannes Frankreichs Polizei zieht 12.000 Beamte zusammen

Globalisierungsgegner haben beim G-20-Gipfel in Cannes mit Protesten gedroht, sie sammeln sich im nahen Nizza. Ihnen steht ein massives Sicherheitsaufgebot gegenüber: 12.000 Polizisten sollen das Treffen der führenden Industrienationen schützen.
Französische Polizeieinheiten in Nizza: Vorbereitung auf Gipfel

Französische Polizeieinheiten in Nizza: Vorbereitung auf Gipfel

Foto: Bruno Bebert/ dpa

Nizza - In zwei Tagen treffen die Vertreter der G-20-Staaten zu ihrem Gipfel in Cannes zusammen. Dort rechnen die Behörden mit Demonstrationen von Globalisierungsgegnern aus der ganzen Welt. Entsprechend umfangreich sind die Sicherheitsvorkehrungen. Mehr als 12.000 Polizisten und Sicherheitsbeamte sind für den Schutz des Gipfeltreffens abgestellt.

Schnellboote der Polizei liegen vor den Luxusyachten am Hafen von Cannes, und der berühmte Boulevard de la Croisette ist mit Metallzäunen abgesperrt.

Der Sprecher des französischen Innenministeriums, Pierre-Henry Brandet, sagte: "Dies war ein weltpolitisch gesehen kompliziertes Jahr mit dem Tod von Osama Bin Laden und den Unruhen in Libyen. Daher schätzen wir die Gefahr eines Terroranschlags auf höchstem Niveau ein."

In Nizza haben sich bereits am Dienstag viele Menschen zu Protesten gegen die Finanzmarktpolitik der 20 mächtigsten Staaten der Welt versammelt. Unter dem Motto "Menschen zuerst, nicht die Finanzen" ist für den Nachmittag eine Demonstration geplant, die sich gegen die Ziele des G-20-Gipfels im benachbarten Cannes richtet.

Die Demonstranten fordern vor allem die Einführung einer weltweiten Steuer auf Finanztransaktionen. Laut Veranstalter werden zwischen 5000 und 15.000 Menschen erwartet. Die Demonstranten haben ihre Proteste monatelang geplant, die Slogans der internationalen Occupy-Bewegung nutzen sie nicht. Auch deren Vertreter werden jedoch auf der Demonstration erwartet.

Die französische Polizei ist bekannt dafür, dass sie mit Demonstranten nicht zimperlich umgeht: Auf den Einsatz von Tränengas sind die Ordnungshüter ebenso vorbereitet wie auf die schnelle Auflösung gewalttätiger Demonstrationen.

jok/dapd
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