G-20-Proteste So lief der Nachmittag in London

Tausende Menschen auf den Straßen, verbarrikadierte Läden, massive Polizeipräsenz: In der Gipfelstadt London haben sich G-20-Gegner aus aller Welt versammelt. Bleibt es friedlich? Wie reagieren Staats- und Regierungschefs? Halten Sie sich auf dem Laufenden im SPIEGEL-ONLINE-Liveticker!


+++ Friedliche Szenen am Trafalgar Square +++

[17.29 Uhr] Ganz andere Szenen am Trafalgar Square: BBC-Reporter berichten von einer "ganz normalen Demo" mit einigen tausend Menschen, die sich gegen Krieg und Atomwaffen aussprechen, den Rückzug der Truppen aus dem Irak und Afghanistan fordern und zur Solidarität mit den Palästinensern aufrufen. Die Stimmung ist friedlich.

+++ Demonstranten kreisen Einsatzkräfte ein +++

[17.26 Uhr] Laut BBC drehen die Demonstranten an der Queen Victoria Street den Spieß um und kesseln eine Gruppe von 50 Polizisten ein. Sie skandieren "Our Streets" (Das sind unsere Straßen). Die Beamten reagieren nicht darauf und halten die Stellung.

+++ Demonstranten werfen Polizei Übertreibung vor +++

[17.13 Uhr] Die Demonstranten wehren sich: Sky News berichtet über Beschwerden von Gipfelgegnern, die Polizei bausche die Ausschreitungen auf. "Wir sind friedlich", wird ein Demonstrant zitiert, "die meisten von uns sind es. Die wahren Störenfriede sind die in der Downing Street."

+++ Polizei nennt Gründe für Festnahmen +++

[16.41 Uhr] Nun sind es 23 Menschen, die die Londoner Polizei im Laufe des Tages bei den G-20-Demos festgenommen hat. Inzwischen haben die Ermittler auch die Gründe für einige der Fälle genannt. Elf Personen wurden in Gewahrsam genommen, weil sie Polizeiuniformen mit sich führten. Ein Demonstrant wurde wegen bedrohlichen Verhaltens festgenommen, zwei weitere wegen gewalttätigen Störens, einer wegen eines Sittlichkeitsvergehens, zwei weitere wegen Landfriedensbruchs.

+++ Scotland Yard sieht Beruhigung der Lage +++

[16.31 Uhr] Es wird ruhiger in London - das jedenfalls meinen laut BBC namentlich nicht genannte Mitarbeiter der Polizei. Die Sicherheitskräfte versuchten demnach nun, die Menschenmenge ein wenig zu zerstreuen. Personen, die "von besonderem Interesse" sind, werden weiterhin beobachtet.

+++ Polizei dringt in Bankgebäude vor +++

[16.22 Uhr] Polizisten sind nach Angaben des Fernsehsenders Sky News in die Royal Bank of Scotland vorgerückt. Zuvor waren mehrere Demonstranten dort eingedrungen.

+++ Lage vor der Bank of England entspannt sich +++

[16.17 Uhr] Ein BBC-Reporter meldet, die Polizei habe die Kette um die eingekesselten Demonstranten gelockert. Den Angaben zufolge geben die Einsatzkräfte die Anweisung heraus, dass sich die Demonstranten Richtung Westen entfernen sollen.

+++ Scotland Yard meldet 19 Festnahmen +++

[16.13 Uhr] Die Polizei hat nun 19 Menschen im Zusammenhang mit den G-20-Protesten festgenommen. Nähere Angaben macht die Behörde nicht.

+++ Gegenstände fliegen aus den Fenstern der Royal Bank of Scotland +++

[16 Uhr] Die Leitung der Royal Bank of Scotland teilt mit, man habe aus Sicherheitsgründen unter anderem die Filiale, die auf der Route des Demonstrationszugs liegt, bereits geschlossen. Aus dem Inneren des Gebäudes werfen Demonstranten laut Sky News Bürogegenstände nach draußen.

+++ Eindringlinge klettern auf Bankdach +++

[15.47 Uhr] Die Lage vor der Bank of England spitzt sich zu. Ein BBC-Reporter berichtet, Polizei und Demonstranten stünden sich gegenüber, keine Seite gebe nach. Die Einsatzkräfte versuchen demnach, die Menge in eine Seitenstraße zu drängen. Zwei Eindringlingen ist es gelungen, aufs Dach des Gebäudes zu gelangen. Polizisten in Kampfmontur marschieren auf, Spürhunde werden ins Gebäude gebracht.

+++Sicherheitskräfte setzen Schlagstöcke ein +++

[15.30 Uhr] Vor der Royal Bank of Scotland hat sich die Lage noch nicht beruhigt. Reporter des Fernsehsenders Sky News berichten, die Polizei setze Schlagstöcke und Tränengas gegen die Demonstranten ein. Protestierende, die ins Innere des Gebäudes eingedrungen sind, schrieben das Wort "Thieves" (Diebe) an eine Wand. Polizisten wurden mit Obst und Eiern beworfen.

+++ Friedliches Zeltlager am Bishopsgate +++

[15.20 Uhr] Sie sind gekommen, um zu bleiben: Am Bishopsgate haben laut BBC einige Demonstranten angefangen, Zelte aufzubauen. 24 Stunden wollen sie ausharren, ein paar Snacks werden gereicht, und für alle Interessierten werden Klimawandel-Workshops angeboten. Die Polizei scheint unbesorgt - sie greift nicht ein.

+++ Polizei umzingelt Demonstranten +++

[15.10 Uhr] Vor der Bank of Englang droht der Protest zu eskalieren. Deshalb hat die Polizei die rund 1200 Demonstranten eingekesselt - niemand kommt rein, niemand kommt raus.

+++ Erste G-20-Gegner in Royal Bank of Scotland +++

[14.47 Uhr] Der Fernsehsender Sky News berichtet, mindestens vier Demonstranten seien in das Hauptgebäude der Royal Bank of Scotland eingebrochen. Etliche Fenster seien zu Bruch gegangen. Währenddessen verbringen einige hundert Meter weiter Banker ihre Mittagspause in der Green-Dor-Bar mit Sandwiches und Wein. "Sollen sie doch protestieren. Lasst mich einfach in Ruhe mein Mittagessen genießen und die Nachmittagsarbeit machen", sagte einer von ihnen dem Fernsehsender.

+++ Angespannte Situation vor der Bank of England +++

[14.11 Uhr] Während die große Mehrheit der Demonstranten fröhlich und friedlich auf den Straßen von London protestiert, legen es einige auf eine Auseinandersetzung mit der Polizei an. Vor dem Gebäude der Bank of England bleibt die Situation angespannt. Aus der Menge fliegen Gegenstände in Richtung Polizeiabsperrungen. Eine Gruppe aggressiver Demonstranten versucht immer wieder, den Kordon der Polizei zu durchbrechen. Nach Berichten von Sky News wurde bereits ein Polizist verletzt. Einem als Osterhase verkleidetem Demonstranten gelingt es, die Barrikaden zu durchbrechen. Er wird von der Polizei gestoppt .

+++ Scotland Yard: Elf Personen festgenommen +++

[13.56 Uhr] BBC meldet unter Berufung auf Scotland Yard, dass die Zahl der verhafteten Personen nun bei insgesamt elf liegt.

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