G-8-Gipfel in Genua Haftstrafen für 24 Demonstranten

Demonstranten und Polizisten lieferten sich blutige Straßenschlachten, ein Globalisierungsgegner wurde erschossen: Der G-8-Gipfel in Genua vor sechs Jahren war von Gewalt überschattet. Nun wurden 24 Demonstranten zu teilweise jahrelangen Haftstrafen verurteilt.


Rom - Wegen der schweren Krawalle während des G-8-Gipfels in Genua im Jahr 2001 sind jetzt 24 Demonstranten zu Haftstrafen verurteilt worden. Das Gericht verhängte Gefängnisstrafen zwischen fünf Monaten und elf Jahren, wie die Nachrichtenagenturen ANSA und Apcom berichteten. Ein Angeklagter wurde den Berichten zufolge vom Vorwurf der Sachbeschädigung und der Plünderung freigesprochen.

Der Prozess hatte im März 2004 begonnen. Bei gewaltsamen Protesten gegen den Gipfel in Genua war ein Demonstrant von der Polizei erschossen worden, der anscheinend dabei war, einen Feuerlöscher auf ein Polizeiauto zu werfen. Ermittlungen in Genua führten nach Entscheidung eines Richters zu dem Ergebnis, dass der Schütze in Selbstverteidigung feuerte. Insgesamt wurden mehr als 200 Menschen bei den Krawallen verletzt, über 300 festgenommen.

tno/AP



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