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G20-Treffen in Osaka Trump begrüßt Merkel als "großartige Freundin"

US-Präsident Donald Trump hat die Kanzlerin vor Beginn des G20-Gipfels mit Komplimenten überschüttet. Angela Merkel sei eine "fantastische Person" und "großartige Freundin", ihr Verhältnis "grandios".

Kurz vor dem G20-Gipfel in Osaka hatte Donald Trump die Kanzlerin noch kritisiert, bei der Begrüßung in Osaka gab sich der US-Präsident dagegen ganz anders: Betont freundlich äußerte sich der US-Präsident über Angela Merkel (CDU). Trump lobte Merkel als "fantastische Person" und "großartige Freundin". Das Verhältnis sei "grandios", sagte er.

In einem TV-Interview hatte Trump Deutschland erst kürzlich für die Zusammenarbeit mit Russland kritisiert und die mangelnden Verteidigungsausgaben bemängelt. "Sie bezahlen einen potenziellen Feind", kommentierte Trump die deutsch-russische Zusammenarbeit im Energiebereich in einem Fernsehinterview. Gemeint war die Ostsee-Pipeline Nord Stream 2, an der die Bundesregierung ungeachtet scharfer Kritik aus den USA und Osteuropa festhält. Trump bemängelte auch erneut die mangelnden Verteidigungsausgaben Deutschlands.

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G20-Gipfel in Osaka: Weltklassentreffen

Foto: Damir Sagolj/ REUTERS

Wesentlich nüchterner gab sich Merkel. Sie stellte bei ihrem Treffen mit dem US-Präsidenten in Osaka klar, es gebe eine Menge Dinge mit Trump zu besprechen. Es sei hervorzuheben, dass die deutsche Wirtschaft sehr stark auch in den Vereinigten Staaten investiere. "Wir haben nicht nur Handel, sondern auch sehr viele Investments." Trump stimmte in diesem Punkt zu. Das Verhältnis zwischen den Regierungen Deutschlands und der USA gilt seit dem Amtsantritt Trumps als angespannt. Trump kämpft auch gegen den großen Handelsüberschuss Deutschlands gegenüber seinem Land an.

Regierungssprecher Steffen Seibert teilte mit, im Mittelpunkt der Gespräche zwischen Merkel und Trump hätten die Entwicklungen in Libyen sowie in den Ländern der afrikanischen Sahelregion, die Lage in der Ostukraine, die Auseinandersetzung der USA mit Iran sowie die europäisch-amerikanischen Handelsbeziehungen gestanden.

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G20-Gipfel: Spitzentreffen in Krisenzeiten

Foto: Ludovic Marin/AFP

Trump will in Osaka auch mit Russlands Präsident Wladimir Putin zusammenkommen - zu ihrem ersten bilateralen Treffen seit fast einem Jahr. Merkel plant ebenfalls Begegnungen mit Chinas Präsident Xi, Putin und anderen Staatslenkern. Am Rande des Gipfels beriet Merkel mit anderen EU-Regierungschefs über die nach wie vor ungeklärte Besetzung der Brüsseler Spitzenämter. Eine Entscheidung hierzu soll ein Sondergipfel am Sonntag in Brüssel treffen.

Der G20 gehören die 19 großen Industrie- und Schwellenländer sowie die EU an. Die G20-Länder stehen für zwei Drittel der Weltbevölkerung, 80 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts und drei Viertel des Welthandels. Seit 2008 treffen sich die Staats- und Regierungschefs jährlich zu Gipfelberatungen.

als/dpa
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