+++ Newsblog zum G7-Gipfel +++ May und Macron wollen Internetkonzerne für Antiterrorkampf verpflichten

Schwierige Gespräche unter der Sonne Siziliens: Beim G7-Gipfel in Taormina stehen komplexe Themen auf dem Programm. Franzosen und Briten haben einen eigenen Vorstoß im Antiterrorkampf besprochen.

AFP

12:47

Antiterrorkampf: May und Macron wollen Internetkonzerne in die Pflicht nehmen

Klare Ansage: Nach dem Terroranschlag von Manchester mit 22 Todesopfern wollen Frankreich und Großbritannien Internetkonzerne beim Anti-Terror-Kampf in die Pflicht nehmen. Die Unternehmen hätten ihren Teil der Verantwortlichkeit, vor allem beim Verbreiten von dschihadistischer Propaganda. Das verlautete aus Élyséekreisen nach einem etwa einstündigen Treffen von Frankreichs Präsident Macron und der britischen Premierministerin May am Rande des G7-Gipfels.

12:35

Trump betrachtet den Konflikt mit Nordkorea als "Weltproblem"

Vor einem Treffen mit dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe am Rande des G7-Gipfels hat Donald Trump wieder markige Worte Richtung Nordkorea gesandt. Er bezeichnete den Streit um die Atom- und Raketentests des Landes als "Weltproblem". Der US-Präsident erklärte zusätzlich: "Es wird gelöst, darauf können Sie wetten."

Die kommunistische Führung in Nordkorea hat seit dem vergangenen Jahr Atomversuche und zahlreiche Raketentests durchführen lassen, durch die sich vor allem Südkorea und Japan bedroht fühlen. Trump schloss im Gegenzug einen Militärschlag gegen das ostasiatische Land nicht aus. Mehrere UN-Resolutionen verbieten Nordkorea den Test von Raketen, die je nach Bauart auch Atomsprengköpfe tragen können.

12:13

Arbeiten mal anders - mit Jacket und kurzer Hose

Während die Teilnehmer des G7-Gipfels in kleinen Golfcarts zum Tagungshotel gefahren werden, berichten Journalisten in frühsommerlicher Kleidung aus Sizilien.

11:58

Tusk erwartet den "schwierigsten Gipfel seit Jahren"

Am Mittag beginnen die Beratungen der G7-Staatschefs - und EU-Ratspräsident Donald Tusk ist skeptisch. Er sprach von einem der schwierigsten Treffen überhaupt. "Es besteht kein Zweifel daran, dass dies der schwierigste G7-Gipfel seit Jahren sein wird." Es sei kein Geheimnis, dass einige der Teilnehmer "sehr unterschiedliche Positionen" zu Themen wie Klimawandel und Handel" hätten.

11:22

Trump findet das Pariser Klimaabkommen "ungerecht"

US-Präsident Donald Trump empfindet das Pariser Klimaabkommen als "ungerecht" und schädlich für die Wirtschaftsentwicklung der USA. Vor dem Gipfel der sieben großen Industrienationen (G7) in Taormina auf Sizilien sagte sein einflussreicher Wirtschaftsberater Gary Cohn, die anderen G7-Partner müsste die Probleme der USA verstehen. Trump müsse der US-Wirtschaft wieder zu Wachstum verhelfen und Jobs schaffen. "Wir müssen Vorschriften loswerden, die Wachstum behindern."

11:20

"Wir werden eine sehr kontroverse Debatte über den Handel haben"

Klare Ansage von Gary Cohn: Der Wirtschaftsberater von US-Präsident Donald Trump, mahnte vor Beginn des G7-Gipfels faire Handelsregeln an. "Wir werden weiter kämpfen für das, was wir glauben richtig ist: Das ist freier, offener und fairer Handel", sagte Cohn. "Wir werden eine sehr kontroverse Debatte über den Handel haben, und wir werden darüber reden, was frei und offen bedeutet."

Er betonte zudem, Trump wolle mehr Geld der reichen Industrienationen für den Kampf gegen Terrorismus mobilisieren. "Es wäre großartig, die Länder im Nahen Osten, die G7-Länder und dann potenziell Länder, die nicht Teil der G7-Gruppe sind, zu einer Terrorvereinbarung zu kriegen, damit wir die Finanzierung aller größeren Länder bekommen, um gegen Terrorismus zu kämpfen", sagte Cohn.

11:17

Kulinarisches und kulturelles Begleitprogramm

Die Augen werden an diesem Wochenende nicht nur auf US-First Lady Melania Trump gerichtet sein, sondern auch auf den ersten großen internationalen Auftritt von Brigitte Macron, der Frau von Frankreichs neuem Präsidenten Emmanuel Macron. Und: Joachim Sauer bekommt erstmals "männliche Unterstützung" - von Philip May, dem Mann der britischen Premierministerin Theresa May. Weitere Teilnehmerinnen sind: Sophie Gregoire Trudeau aus Kanada und Akie Abe aus Japan. Gastgeberin ist Emanuela Gentiloni, die Frau von Italiens Ministerpräsident Paolo Gentiloni.

Das kulinarische und kulturelle Begleitprogramm kann sich sehen lassen: Am Freitag soll es neben einem Hubschrauberflug über den Vulkan Ätna auch einen Besuch im antiken Theater von Catania und in einem Benediktiner-Kloster geben. Zum Mittagessen soll es unter anderem Blätter des Schlangenkürbisses geben. Am Abend nehmen die Partner der sieben Staats- und Regierungschefs dann am Konzert der Mailänder Scala im antiken Theater von Taormina und an einem Abendessen des italienischen Präsidenten Sergio Mattarella teil.

Am Samstag steht ein Rundgang durch Taormina an, zur Erfrischung soll es zwischendurch Sorbet und Saft aus sizilianischen Orangen geben.

11:15

Politische Spitzengespräche in Sizilien

US-Präsident Donald Trump ist am Freitagmorgen in Sizilien angekommen. Er wird beim G7-Gipfel in Taormina mit seinen Gesprächspartnern um eine Vielzahl an Themen und Standpunkte ringen: Außen- und Sicherheitspolitik, die Frage, ob das Pariser Klimaabkommen eingehalten wird, aber auch, wie digitale Arbeit in der Zukunft aussehen wird.

Außer Trump sind auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, die britische Premierministerin Theresa May und der gastgebende italienische Ministerpräsident Paolo Gentiloni neu in der Runde, in der Merkel die Dienstälteste ist. Ebenfalls dabei sind die Premiers von Kanada und Japan, Justin Trudeau und Shinzo Abe.

dop/dpa

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insgesamt 6 Beiträge
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Seite 1
frederic_1618 26.05.2017
1. Alles nicht so schwierig,
bin schon drei mal in Taormina gewesen, einmal davon habe ich eine junge Dame nur mit Mühen davon abhalten können dem Land wo die Zitronen blühen zu widerstehen. Ein andermal auf der Achse Taormina - Syrakuse, so in etwa die Hälfte der Strecke und dann noch einmal 50 km straight west, dort wurden meine Frau und ich in einem lauschigen Innenhof mit Mispolle überrascht (wir waren durstig und erschöpt und es waren die besten Früchte unserer Zeit). Erhebet die Herzen, damit ihr reiner Seele vor den Altar tretet und der Herr sein Wohlgefallen an Euch habe. in Villa Garibaldi, - oder so. Sich einfach nicht mehr an seinen Interventionen reiben, ignorieren, kalt lächelnd und andere das wirkliche Geschäft betreiben lassen. Obama als spiritus rector, Pence -wer hätte anderes erwartet- als Wirtschafts- und Fianzminister usw.. Das Team ist nicht das Schlechteste und schließlich und endlich hatte Shakespeare in jedem Königsdrama an der Seite des Königs einen Narren.
Kamillo 26.05.2017
2.
Super. Laut der ZDF-Recherche unterhält Trump ja bereits schon beste Kontakte zur russischen Mafia. Die Gelegenheit, auch mit der sizilianischen Mafia Deals zu machen, wird er sich sicherlich nicht entgehen lassen, wenn er schonmal da ist!
Kamillo 26.05.2017
3.
Bitte dabei die gefüht immer stärker werdenden Hurricanes vor allem an der Ostküste nicht vergessen. Dann auch das El-Ninio-Phänomen was sich auch auf die West-Küste der USA auswirkt, und die Trockenehit in Kalifornien, die unter anderem Avocadobauern wie Tom Selleck schwer zu schaffen macht.
heinrich-wilhelm 26.05.2017
4. Klimawandel
Die Einstellung von Trump und seiner Epigonen erinnert fatal an die Uneinsichtigkeit von Impfgegnern,die sich im gleichen Masse den beweisbaren Fakten und Argumenten verweigern. Auf welcher Basis lässt sich in Taormina dann überhaupt zielorientiert verhandeln?
burgundy 26.05.2017
5.
Zitat von heinrich-wilhelmDie Einstellung von Trump und seiner Epigonen erinnert fatal an die Uneinsichtigkeit von Impfgegnern,die sich im gleichen Masse den beweisbaren Fakten und Argumenten verweigern. Auf welcher Basis lässt sich in Taormina dann überhaupt zielorientiert verhandeln?
Jetzt tun Sie mal den Impfgegnern nicht unrecht. Die Impfgegner lehnen individuelles Leid zugunsten des Kollektivs ab - und haben im Zeitalter des bedingungslosen Egoismus durchaus recht damit (zumindest solange die Wahrscheinlichkeit besteht, dass es sie nicht trifft)! Vom Klimawandel werden ausnahmslos alle betroffen, ob nun von Menschen gemacht oder nicht. Also ein ganz anderer Sachverhalt.
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