Treffen in Biarritz Dutzende Festnahmen am Rande des G7-Gipfels

Bei einer unangemeldeten Demonstration gegen den G7-Gipfel ist es zu Randale gekommen. Die französische Polizei setzte Tränengas und Wasserwerfer ein.

Thomas Samson/ AFP

Am Rande des G7-Gipfels im französischen Biarritz sind 68 Menschen vorübergehend festgenommen worden. 38 der Verdächtigen seien in Untersuchungshaft genommen worden, meldete die Präfektur des Département Pyrénées-Atlantiques am Samstagabend. Dabei gehe es um Vorwürfe wie Verstoß gegen das Vermummungsverbot, Steinewürfe und geplanten Vandalismus.

Bei einer unangemeldeten Demonstration gegen den G7-Gipfel war es zu Zusammenstößen mit der Polizei gekommen. Gipfelgegner versuchten am Abend in Bayonne nahe Biarritz, Absperrungen zu überwinden, Steine wurden geworfen. Die Sicherheitskräfte setzten Tränengas und Wasserwerfer ein. Verletzt wurde nach Behördenangaben niemand.

Tausende gegen den G7-Gipfel

Die einzige genehmigte Demonstration im Umfeld des G7-Gipfels war zuvor friedlich verlaufen. Tausende Gipfelgegner zogen vom südfranzösischen Hendaye ins nahegelegene Irún im spanischen Baskenland. Nach Angaben der Veranstalter nahmen an dem Protestzug 15.000 Menschen teil, die Polizei sprach von 9000 Teilnehmern.

In Orten rund um Biarritz wie Urrugne, Hendaye oder Irún in der französisch-spanischen Grenzregion im Baskenland tagt bereits seit Mitte der Woche der offizielle "Gegengipfel",der von einem breiten Bündnis aus NGOs und Globalisierungsgegnern organisiert wird und die Demonstration organisiert hatte.

Der französische Badeort Biarritz, in dem die Staats- und Regierungschefs der sieben großen Industrienationen (G7) derzeit tagen, ist streng abgeriegelt und für Demonstranten nicht zugänglich. Überall patrouillieren derzeit Polizisten. Um Krawalle wie beim G20-Gipfel in Hamburg zu verhindern, sind 13.000 Sicherheitskräfte mobilisiert. Die französische Regierung hatte zuvor angekündigt, bei Ausschreitungen hart durchzugreifen.

sop/AFP/dpa



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wolle0601 25.08.2019
1. Interessantes Bild
3 Akteure und etwa die dreifache Zahl von Fotografen allein im Bildausschnitt vor der Kamera. Kann es sein, daß das Ganze ein Minderheiten-Medienspektakel ist?
anonlegion 25.08.2019
2. Im Ernst?
Politprotagonisten die für alle(!) Waffenverkäufe weltweit verantwortlich sind und durch ihre Geopolitik für alle(!) kriegerischen Konflikte, Hunger und Migrationströme verantwortlich sind, treffen sich zum planen der weiteren Projekte und verbieten(!) - trotz Demokratie und den zugehörigen Bürgerrechten - ihren Auftraggebern, dem Souverän, das Demonstrieren gegen ihre Ausübung des erteilten Mandates...aber wir diskutieren die Festnahmen von - zu Recht - verärgerten Mitbürgern, als seien Diese kriminell. Ist das ihr Ernst?!
smokiebrandy 25.08.2019
3. ...kann mir jemand sagen,was geplanter Vandalismus ist?
Nicht genehmigte Demonstrationen von denen Gewalt ausgeht sollten durch die Polizei unterbunden werden. In Moskau, in Frankreich in Hong Kong... Allerdings sollte man dann auch nicht mit zweierlei Maß messen ... Steine werfen und Barrikaden bauen ist Gewalt und hat nichts mit demokratischem Recht auf freie Meinungsäußerung zu tun.
Emderfriese 25.08.2019
4. Planung
Geplanter Vandalismus als Straftat... nun muss mir nur noch jemand erklären, wie das oben an gestellte Foto zustande kam. Man sieht drei "Vermummte", die einen Teil der Umzäunung demontieren - aber gleichzeitig dabei Dutzende Fotografen, die diese Aktion festhalten wollen... wer hat denn da geplant? Wie mir scheint - weil polizeilich Behelmte auch fotografieren! - eine ganz offizielle Planung der Medien in Zusammenarbeit mit den Ordnungskräften. Oder wie ist es sonst möglich, dass diese Aktion bühnenreif stattfindet?
Freidenker10 25.08.2019
5.
"Bei einer unangemeldeten Demonstration ". Gabs denn erlaubte Demos? Immer so ne Sache mit der Meinungsfreiheit und dem Demostrationsrecht... Der Gastgeber will ja im Glanze seiner erlauchten Mitregenten ohne störendes Volk defilieren, ein wenig Volk brauchts höchstens noch für die Kulisse ( denke da an diese verblödeten Bilder aus Elmau ). Ich glaube nicht mal die Monarchie war so abgehoben drauf wie unsere demokratischen Vertreter...!
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