Abfuhr für Trump G7-Staaten lehnen Wiederaufnahme Russlands ab

Donald Trump hatte sich für eine Rückkehr der G7-Gruppe zur G8 mit Russland ausgesprochen. Beim Gipfel in Biarritz fand der US-Präsident dafür keine Zustimmung - und ist damit bereits zum zweiten Mal gescheitert.

Kreml-Chef Wladimir Putin: Russland wurde wegen seiner Ukraine-Politik aus der Gruppe der führenden Wirtschaftsnationen ausgeschlossen
Alexander Zemlianichenko/AP POOL/dpa

Kreml-Chef Wladimir Putin: Russland wurde wegen seiner Ukraine-Politik aus der Gruppe der führenden Wirtschaftsnationen ausgeschlossen


Die G7-Staaten wollen Russland vorerst nicht wieder aufnehmen und entschieden sich damit gegen eine Forderung von US-Präsident Donald Trump. Man habe eine lebendige Diskussion darüber geführt, die aber andauere, sagte Trump bei einem Treffen mit dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe am Rande des Gipfels. "Es wurde keine Entscheidung getroffen."

Trump sei aber weiterhin der Ansicht, dass eine Wiederaufnahme Russlands in den Kreis der wichtigen Industriestaaten "vorteilhaft" und "positiv" wäre.

Russland war nach der Annexion der ukrainischen Schwarzmeer-Halbinsel Krim 2014 und wegen seiner Politik im Ukrainekonflikt aus der Gruppe ausgeschlossen worden. Kreml-Chef Wladimir Putin selbst hat bislang nicht um eine Wiederaufnahme gebeten.

"Wir werden sehen"

"Vielleicht lassen wir es so, wie es ist", sagte Trump beim G7-Gipfel weiter. Kurz zuvor hatte er nicht ausgeschlossen, dass er Putin einladen könnte, wenn die USA im kommenden Jahr den G7-Gipfel ausrichten. "Es ist sicherlich möglich", sagte er während eines Frühstücks mit Premierminister Boris Johnson. "Wir werden sehen."

Trump hatte bereits beim vorherigen G7-Gipfel in Kanada im vergangenen Jahr vorgeschlagen, Russland wieder aufzunehmen. Auch damals konnte er sich nicht durchsetzen. Auch die Bundesregierung hatte sich vor dem G7-Gipfel skeptisch über eine mögliche Wiederaufnahme geäußert.

koe/AFP/dpa

insgesamt 50 Beiträge
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Toncontin 25.08.2019
1. Ach? Und die USA dürfen...?
Gemessen an dem, was die USA allein in den letzten 30 Jahren verzapft und angezettelt haben, fragt man sich warum die dann überhaupt noch mit am Tisch sitzen dürfen?!
WilhelmTell 25.08.2019
2.
Zitat von ToncontinGemessen an dem, was die USA allein in den letzten 30 Jahren verzapft und angezettelt haben, fragt man sich warum die dann überhaupt noch mit am Tisch sitzen dürfen?!
Voll einverstanden. Die EU unterstützt Kriegstreiber, weil sie eventuell daran verdienen ? Geht ins Auge, irgendwann. Die USA werden im Gegensatz zu Asien und dem kommenden Afrika keine Rolle mehr spielen, vor allem, wenn der Petrodollar ausser Gefecht gesetzt wird....
hagebut 25.08.2019
3. Sehr schade
Die berechtigten Sanktionen gegen Russland sind die eine Sache. Wobei dies schon aus ökonomischen Gründen sehr schmerzlich ist. Miteinander reden ist ein anderes Ding. Und das sollte man sportlich sehen. Bei der antiken Olympiade ruhten auch die Waffen. Aber politische Sturheiten sind wir ja gewöhnt, siehe EU und Brexit.
s.l.bln 25.08.2019
4. Im Ernst?
Zitat von ToncontinGemessen an dem, was die USA allein in den letzten 30 Jahren verzapft und angezettelt haben, fragt man sich warum die dann überhaupt noch mit am Tisch sitzen dürfen?!
Die USA "dürfen" dort mit am Tisch sitzen, weil sie das wirtschaftsstärkste Land der Erde sind. Hätten Sie die Wirtschaftsleistung der Russen, welche sich etwa auf einem Niveau mit Spanien befindet, hätte man sie wegen ihrer außenpolitischen Eskapaden bereits auf das Level eines Entwicklungslandes runtersanktioniert.
kraftmeier2000 25.08.2019
5. Traurig
zu sehen wie man hier ein Land ignoriert. Ich frage mich wie man Russland aussperren kann, aber einen doch scheinbar Geistig umnachteten US Präsidenten teilnehmen lässt, einschließlich seine britischen Gegenpols. Der schlimmste Mann zur Zeit ist doch wohl dieser Amerikaner Trump einschl. Grenell, da halte ich Putin für den besseren Partner, und man sollte auf Russland zugehen, auch oder trotz der Probleme in der Ukraine, denn nur miteinander wird man die Probleme lösen. Mit dem amerikanischen … löst man Probleme sicher nicht, denn der Mann ist das Problem.
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