Gastbeitrag "Geert Wilders ist ein Held unserer Zeit"

2. Teil: Giftiger, rassistischer Populismus als Ergebnis fehlender Kritik


Die entschuldigende Haltung der "New York Times", die skandalöserweise den Papst darum bat, sich bei den Muslimen zu entschuldigen, aber auch andere westliche Medien werden damit nicht nur die Gewalt von islamistischen Terroristen legitimieren. Sie ermutigen auch mutmaßlich moderate Muslime darin, eine größere Bedeutung der Scharia im Westen zu fordern, in anderen Worten: eine stärkere Islamisierung der westlichen Welt.

Ich wiederhole, was ich bereits vor sieben Jahren gesagt habe: Demokratie ist abhängig von der Freiheit des Gedankens und der freien Diskussion. Der Gedanke der Unfehlbarkeit eines Buchs oder eines Systems von Ideen ist absolut undemokratisch und unwissenschaftlich. Es ist widersinnig, dass westliche Medien immer wieder einen Mangel an islamischer Reformierung mokieren, eine Arbeit wie den Wilders-Film "Fitna" aber vorsätzlich ignorieren. Wie glauben sie, eine Erneuerung erreichen zu können - wenn nicht durch Kritik?

Geert Wilders - ein Held unserer Zeit

Jedes neue Gesetz zum Schutz von Muslimen, eingebracht von verschiedenen westlichen Regierungen und der Uno, ist, wenn auch gut gemeint, doch stets schrecklich fehlgeleitet. Denn es wird immer auch bedeuten, dass Verleger noch zögerlicher sein werden, Arbeiten zu veröffentlichen, die sich kritisch mit dem Islam befassen. Wenn wir die Auseinandersetzung mit dem Islam ersticken, wird das Ergebnis genau das sein, was die Regierung zu verhindern sucht: giftiger, rassistischer Populismus. Bei weiteren Terrorakten wird die einzig mögliche Reaktion irrationale Fremdenfeindlichkeit sein.

Wir können es nicht den Muslimen überlassen zu entscheiden, was Ansporn für religiösen Hass sein kann - denn dann wird jede legitime Kritik am Islam als religiöser Hass diffamiert. Nur in einer Demokratie, in der es Recherchefreiheit gibt, wird es einen wissenschaftlichen Fortschritt geben. Hastig erlassene Gesetze drohen den goldenen Weg der Rationalität zu vernebeln, der durch die westliche Zivilisation führt.

Offensichtlich besteht die Möglichkeit, dass Geert Wilders von der niederländischen Regierung bestraft wird. Bestraft dafür, dass er sein Grundrecht auf freie Meinungsäußerung nutzte.

Wenn Wilders wirklich vor Gericht gestellt wird, hoffe ich, dass die Bürger zu Tausenden auf die Straße gehen, um gegen diese eklatante Beschwichtigungspolitik zu demonstrieren. Denn sie verrät die Grundsätze der westlichen Institutionen, ihre höchsten Werte und die Ursachen ihres Erfolgs.

Wilders sollte als mutiges Individuum gefeiert werden - ein Held unserer Zeit - der es wagte, gegen den Islamofaschismus aufzustehen.



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