Gaza-Hilfsflotte Griechenland stoppt Schiff vor Kreta

Die griechische Küstenwache hat ein weiteres Schiff der Hilfsflotte für den Gaza-Streifen gestoppt. Die Regierung in Athen kündigte nun an, anstelle der Blockadebrecher humanitäre Hilfe liefern zu wollen. Die Aktivisten lehnen das ab.

Gaza-Hilfslieferung: Die "Tahrir" liegt auf Kreta fest
REUTERS

Gaza-Hilfslieferung: Die "Tahrir" liegt auf Kreta fest


Athen - Die "Tahrir" wollte ohne Genehmigung aus einem Hafen der Insel Kreta auslaufen, teilte das griechische Ministerium für die Handelsmarine mit. Daraufhin habe die Küstenwache das kanadische Schiff aus der Hilfsflotte für den Gaza-Streifen aufgehalten. An Bord befanden sich Aktivisten zufolge Medikamente und rund 40 Personen.

Die Regierung in Athen erklärte anschließend, sie wolle anstelle der propalästinensischen Blockadebrecher humanitäre Hilfe in den Gaza-Streifen liefern. Ein Sprecher des Außenministeriums, Grigoris Delavekouras, sagte, mit den Organisatoren des Protests seien entsprechende Gespräche aufgenommen worden. Die Aktivisten lehnten das Angebot am Montag ab.

Am Wochenende hatten die Behörden die Protestflotte daran gehindert, griechische Häfen in Richtung Gaza zu verlassen.

Israel hat 2007 eine Seeblockade gegen das palästinensische Autonomiegebiet verhängt, um Waffenlieferungen an die dort regierende Hamas zu verhindern. Die Palästinenser halten die Abriegelung für rechtswidrig und kritisieren sie als kollektive Bestrafung der 1,5 Millionen Einwohner des Gebiets. Im vergangenen Jahr wurden neun Aktivisten auf einem türkischen Schiff getötet, als ein israelisches Kommando gegen eine ähnliche Blockadebrecher-Aktion vorging.

Aus Protest gegen die Festsetzung einer Gaza-Hilfsflotte in Athen wollen propalästinensische Aktivisten eigenen Angaben zufolge den israelischen Luftverkehr stören. Mehrere Gruppen teilten am Sonntag mit, Hunderte ihrer Mitglieder würden am kommenden Freitag nach Israel fliegen, um dort am internationalen Flughafen Ben Gurion zu demonstrieren. Israelische Medien berichteten, die dort ohnehin strengen Sicherheitsvorkehrungen würden deshalb weiter verschärft. Die Behörden äußerten sich zunächst nicht zu den Ankündigungen der in den USA und in Europa ansässigen Gruppen.

ler/dapd/Reuters



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LDaniel 04.07.2011
1. Naja
Zitat von sysopDie griechische Küstenwache hat ein weiteres Schiff der Hilfsflotte für den Gaza-Streifen gestoppt. Die Regierung in Athen kündigte nun an,*anstelle der Blockadebrecher humanitäre Hilfe liefern zu wollen. Die Aktivisten lehnen das ab. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,772364,00.html
Selbst dem größten Israelhasser und Plalituchträger sollte ja indessen klar sein, dass es den Aktivisten nicht um das liefern von "humanitärer Hilfe" geht... .
elli pirelli 04.07.2011
2. Wow!
Das haben die Griechen klasse gemacht. Dadurch wird zumindest klar dass es bei der Gaza-Flotte nicht um humanitäre Hilfe geht sondern darum, Israel zu provozieren. Warum aber wird nur Israel provoziert und nicht die Hamas? Hätten die nicht angefangen Bomben auf Israel zu schmeißen gäbe es diesen Krieg doch überhaupt nicht! Schließlich hat sich Israel freiwillig aus dem Gaza-Streifen zurückgezogen und es den Palästinensern überlassen. Und was haben die daraus gemacht? Die Hamas gewählt!
ddkddk 04.07.2011
3. Gaza-Abriegelung Strafe für falsche Wahl?
Zitat von elli pirelliDas haben die Griechen klasse gemacht. Dadurch wird zumindest klar dass es bei der Gaza-Flotte nicht um humanitäre Hilfe geht sondern darum, Israel zu provozieren. Warum aber wird nur Israel provoziert und nicht die Hamas? Hätten die nicht angefangen Bomben auf Israel zu schmeißen gäbe es diesen Krieg doch überhaupt nicht! Schließlich hat sich Israel freiwillig aus dem Gaza-Streifen zurückgezogen und es den Palästinensern überlassen. Und was haben die daraus gemacht? Die Hamas gewählt!
Und wenn ein Volk falsch wählt, muss es nach Ihrer Meinung bestraft werden und zwar auch diejenigen, die Hamas nicht gewählt haben, insbesondere auch die Kinder?
Kalaschnikowa 04.07.2011
4. Oje....
Zitat von sysopDie griechische Küstenwache hat ein weiteres Schiff der Hilfsflotte für den Gaza-Streifen gestoppt. Die Regierung in Athen kündigte nun an,*anstelle der Blockadebrecher humanitäre Hilfe liefern zu wollen. Die Aktivisten lehnen das ab. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,772364,00.html
...da haben sich diese selbsternannten Aktivisten wohl ins Knie geschossen...Kannn es sein, dass es gar nicht um humanitäre Hilfe für Gaza geht??
DrlabUV, 04.07.2011
5. Abriegelung?
Die Grenze nach Ägypten wurde vor einem Monat geöffnet. Diese von Linksextremisten und Islamisten organisierte "Hilfsflotte" ist reine Provokation.
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