Gazastreifen Israels Luftwaffe bombardiert erneut Stellungen militanter Palästinenser

Trotz vereinbarter Waffenruhe geht die militärische Auseinandersetzung weiter: Israel hat nach eigenen Angaben Ziele im Gazastreifen angegriffen. Vorausgegangen waren demnach Raketenangriffe aus dem Gebiet.

Explosionen im Gazastreifen: Israelische Kampfflugzeuge flogen in der Nacht auf Freitag Angriffe auf Ziele der Extremistenorganisation "Islamischer Dschihad"
ABED RAHIM KHATIB /AFP

Explosionen im Gazastreifen: Israelische Kampfflugzeuge flogen in der Nacht auf Freitag Angriffe auf Ziele der Extremistenorganisation "Islamischer Dschihad"


Israelische Kampfflugzeuge haben nach Angaben des Militärs Ziele der Extremistenorganisation "Islamischer Dschihad" im Gazastreifen angegriffen. Demnach bombardierte Israel Stellungen der Extremisten.

Eigentlich galt seit Donnerstagmorgen eine Waffenruhe. Diese wurde nach zwei Tagen heftiger Konfrontationen von beiden Seiten unter Vermittlung Ägyptens ausgehandelt. Allerdings erwies sie sich schnell als brüchig. Nach israelischen Angaben wurden kurz nach dem Inkrafttreten fünf Raketen aus dem Gazastreifen auf Israel abgefeuert.

Die Zahl der durch israelische Luftangriffe getöteten Palästinenser im Gazastreifen stieg am Donnerstag auf 34 an. Der "Islamische Dschihad" wird von EU und USA als Terrororganisation eingestuft und hat in der Vergangenheit häufig Anschläge in Israel verübt.

Die Organisation wird von Israels Erzfeind Iran finanziert und hat sich die Zerstörung des jüdischen Staates auf die Fahnen geschrieben. Gegründet wurde sie Ende der Siebzigerjahre von palästinensischen Studenten in Ägypten.

Der jüngsten Zuspitzung des Konflikts war die Tötung des Islamistenführers Baha Abu al-Ata durch die israelische Luftwaffe vorausgegangen (mehr dazu lesen Sie hier). Israels Premier Benjamin Netanyahu beschrieb den getöteten Abu al-Ata als zentralen Drahtzieher vieler Raketenangriffe und Anschläge aus dem Gazastreifen seit vergangenem Jahr.

mho/dpa/AFP



© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.