Gaza-Konflikt Ermittlungen gegen Israels Militäreinsätze

Israels Armee muss sich wegen mehrerer Einsätze im Gaza-Konflikt vor der Justiz rechtfertigen. Es geht unter anderem um Angriffe auf Krankenwagenfahrer und eine Uno-Einrichtung.

Angriff auf Gaza-Stadt im Juli: 2100 tote Palästinenser in 50 Tagen
AP/dpa

Angriff auf Gaza-Stadt im Juli: 2100 tote Palästinenser in 50 Tagen


Tel Aviv - Weitere acht Einsätze der israelischen Armee während des Gaza-Krieges im Sommer werden strafrechtlich untersucht. Das gab das Militär bekannt. Ermittelt werde beispielsweise zu Angriffen, bei denen zwei Krankenwagenfahrer ums Leben kamen, sowie zu einem Angriff auf ein Haus, bei dem im Juli 27 Zivilisten starben. Zuständig ist der israelische Generalmilitärstaatsanwalt Danny Efroni.

Insgesamt steigt die Zahl der eingeleiteten Ermittlungen zum Gaza-Konflikt damit auf 13. Bereits im September hatte Efroni bekannt gegeben, dass er unter anderem einen israelischen Angriff auf einen Strand in Gaza untersuchen lässt. Dabei wurden Mitte Juli vier Kinder getötet. Auch im Fall einer Attacke auf eine Uno-Einrichtung in Beit Hanun, bei der 15 Palästinenser Ende Juli ums Leben kamen, sollten strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet werden.

In 14 Fällen entschied sich Efroni vorerst gegen Ermittlungen. Der jüngste Gaza-Krieg hatte Ende August nach 50 Tagen mit einer unbefristeten Waffenruhe geendet. Während des Konflikts waren mehr als 2100 Palästinenser getötet worden. Auf israelischer Seite starben mehr als 70 Menschen.

Gazakrieg 2014

isa/dpa



© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.