Gaza-Konflikt Militante Palästinenser feuern trotz Waffenruhe Raketen auf Israel

Bis 23 Uhr dauert die Waffenruhe in Nahost noch. Doch jetzt wurde der Süden Israels wieder von Raketen aus dem Gaza-Streifen getroffen. Die Armee antwortete mit Vergeltungsschlägen.


Jerusalem - Wenige Stunden vor dem Ende der Feuerpause haben militante Palästinenser aus dem Gaza-Streifen Raketen auf Israel abgeschossen. Drei Geschosse seien am Dienstag in der Nähe der Wüstenstadt Beerscheva eingeschlagen, sagte eine Militärsprecherin. Das Gelände ist unbewohnt.

Unklar war zunächst, welche der bewaffneten Gruppen im Gaza-Streifen für den Beschuss verantwortlich war.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kündigte Vergeltungsangriffe gegen "Terrorziele" im Gaza-Streifen an. Dies erklärte ein Regierungsvertreter in Jerusalem. Das Militär meldete erste Angriffe.

Wie die Zeitung "Haaretz" meldete, ließ Netanjahu die israelische Delegation aus Kairo zurückordern. Das Büro des Premiers bestätigte dies. In Ägypten verhandeln Vertreter Israels und Palästinenser über eine Waffenruhe.

Am Montag hatten sich beide Seiten auf eine Verlängerung der Waffenruhe um 24 Stunden geeinigt. Die Feuerpause endet am Dienstagabend um 23.00 Uhr MESZ.

In dem seit Anfang Juli dauernden Konflikt wurden nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums auf Seiten der Palästinenser 2016 Menschen getötet - die meisten von ihnen seien Zivilisten. Auf israelischer Seite starben 64 Soldaten und drei Zivilisten.

heb/syd/Reuters/dpa

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