Fotostrecke

Israel vs. Hamas: Atemholen in der Feuerpause

Foto: Abir Sultan/ dpa

Gaza-Konflikt Regierung Netanjahu stimmt längerer Waffenruhe zu

Die Feuerpause im Gaza-Krieg könnte ausgeweitet werden - zumindest Israel stimmte einer Verlängerung zu. Die Verhandlungen zwischen Hamas und Israel in Kairo verlaufen zäh.

Tel Aviv - Israel will nach eigenen Angaben die bis Freitag vereinbarte 72-stündige Feuerpause ausweiten. Ein Regierungsvertreter sagte, das Land habe "kein Problem damit, die Waffenruhe bedingungslos zu verlängern." Über die Dauer war zunächst nichts weiter bekannt. Währenddessen verhandeln in der ägyptischen Hauptstadt Kairo Israel und die radikal-islamischen Gruppen Hamas und Islamischer Dschihad unter Vermittlung des Gastgebers miteinander.

Dort hatte sich herauskristallisiert, dass die Kampfpause bis Freitagmorgen um 8 Uhr für eine mögliche Übereinkunft nicht ausreichen wird. Die vermittelnde ägyptische Regierung war für eine Verlängerung der Feuerpause bis Samstag eingetreten. Es gab noch kein direktes Treffen zwischen den verfeindeten Lagern. Die israelische und palästinensischen Delegationen kommunizieren nur über den Vermittler Ägypten.

Israel verlangt eine Entmilitarisierung des Gebiets. Die Hamas fordert ein Ende der Blockade des Gaza-Streifens sowie die Freilassung inhaftierter Gefolgsleute.

Ungeachtet der Bedenken, die die Militäroperation "Fels in der Brandung" hervorgerufen hat, steht einer Umfrage zufolge ein Großteil der Israelis hinter dem Vorgehen ihres Premiers Benjamin Netanjahu während der vergangenen vier Wochen. Etwa drei Viertel der von der Zeitung "Haaretz" Befragten (77 Prozent) erachteten seine Arbeit bei der Militäroperation als "exzellent" oder "gut". Nach den wochenlangen Kämpfen beklagen die Palästinenser rund 1900 Tote - 67 Menschen sind auf israelischer Seite gestorben.

daf/Reuters/dpa/AFP
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.