Gaza-Offensive Israel verhandelt mit Palästinensern

Israel hat seine Offensive gegen militante Palästinenser im Gaza-Streifen fortgesetzt. Die Regierung verhandelt jedoch mit der Autonomiebehörde über ein Ende der Angriffe.


Jerusalem - Israel sei zu einer Einstellung der Kämpfe bereit, wenn die palästinensische Seite ein Ende der Raketenangriffe auf israelische Städte zusichere, hieß es aus Militärkreisen. Der palästinensische Präsident Jassir Arafat hatte die militanten Gruppen am Montagabend indirekt aufgerufen, den Raketenbeschuss auf israelische Grenzorte einzustellen. "Ich rufe alle Gruppen auf, die palästinensischen Interessen über alles zu stellen und der Besatzung keinen Vorwand gegen uns zu geben", sagte Arafat in einer Rundfunkansprache.

Die Militäroffensive Israels war am vergangenen Mittwoch nach dem Tod zweier israelischer Kinder bei einem Raketenangriff auf die Grenzstadt Sderot eingeleitet worden.

Auch am Dienstag ging die Offensive weiter. Bei einem israelischen Luftangriff im Flüchtlingslager Dschebalija wurden ein bewaffneter Palästinenser getötet und drei weitere verletzt. Nach palästinensischen Angaben schoss eine unbemannte Drohne eine Rakete auf die Gruppe ab. Insgesamt kostete die Militäraktion seit Mittwoch mindestens 68 Palästinenser und drei Israelis das Leben.



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